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Zähneputzen beim Baby / Zahnpflege

Wenn wir neue Menschen kennenlernen, sind uns häufig besonders jene sympathisch, die uns mit einem strahlenden Lächeln begegnen. Weiße Zähne und ein wohl geformtes Gebiss tun viel für unser äußeres Erscheinungsbild. Den Grundstein für ein offenes und sympathisches Lächeln unserer Kinder legen wir bereits in den allerersten Lebensmonaten, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Denn auch, wenn die ersten Milchzähne noch einmal ausfallen, müssen sie sorgfältig gepflegt werden um ihren Nachfolgern einen gesunden Platz zu hinterlassen.

Ab wann sollte ich meinem Baby die Zähne putzen?

Ab dem ersten Zahn

Grundsätzlich gilt: Jeder Zahn der sich zeigt, sollte von Beginn an täglich geputzt werden. Wann das erste Zähnchen sich blicken lässt kann sich bei Kindern enorm unterscheiden. Manche Kinder werden bereits mit einem Zahn geboren (das sogenannte Hexenzähnchen), andere wiederum warten bis zum ersten Geburtstag vergeblich auf die ersten Kauhilfen. Im Durchschnitt brechen die ersten Zähne um den sechsten Lebensmonat durch den Kiefer. Zuweilen bereiten den Babys und damit auch uns große Sorgen, denn das Zahnen kann ziemlich schmerzend sein.

Das richtige „Werkzeug“

Über die richtigen Zahnbürsten und ab wann man Zahnpasta benutzen sollte, streiten sich viele Zahnärzte. Grundsätzlich sind elektrische Zahnbürsten auch schon bei den Kleinsten in Ordnung, sofern sie kein sehr empfindliches Zahnfleisch besitzen. Meist geht das Putzen der Zähne durch eine elektrische Zahnbürste weit schneller, aber nicht alle Kinder mögen die Vibration. Im ersten Lebensjahr genügt Wasser und etwas Zeit für das Zähneputzen. Jeder sichtbare Zahn sollte in etwa 10 Sekunden geputzt werden.

Muss man die Zunge putzen?

Viele Zahnärzte plädieren dafür auch die Zunge zu putzen, da hier viele der Bakterien Halt finden. Führt man auch das früh in den Alltag ein, stört es Babys und Kinder oft gar nicht und sie übernehmen dies auch für ihren späteren Alltag.

Wie bringe ich mein Baby dazu sich gerne die Zähne putzen zu lassen?

Früher Einstieg

Je früher man einem Baby die Möglichkeit gibt neue Dinge kennenzulernen, desto eher gehören sie in den Alltag. Deshalb sollte man schon sehr früh damit beginnen, dem Baby beispielsweise Zahnputzfingerhüte zu zeigen. Diese kleinen, mit Noppen versehenen Fingerhüte eignen sich wunderbar um erste Zahnspitzen leicht zu schrubben. Fährt man den Kleinen über den noch zahnfreien Kiefer, so empfinden das die Kleinen häufig sehr angenehm. Gerade wenn die ersten Zähne sich durch das Zahnfleisch drücken, kann eine Massage sehr schmerzlindernd sein. Die Kleinen sollten auch früh eine eigene Zahnbürste zum Spielen haben, auf der sie genüsslich herum beißen dürfen, damit der Kontakt Zahnbürste zu Mund etwas ganz selbstverständliches ist.

Lernen durch Nachahmung

In allen Entwicklungphasen eines Babys lernt es vor allem durch Nachahmung. Sicherlich haben viele Eltern schon dabei gesehen, wie die Babys die gleichen Grimassen wie der Papa ziehen oder ihren Finger tadelnd in die Höhe strecken, wenn ihnen etwas missfällt. Genau so verhält es sich auch bei täglichen Ritualen. Babys sollten von Anfang an sehen, dass das Zähneputzen zum Alltag gehört. Wenn man also nach der Geburt bewusst darauf gewartet hat, bis das Baby schläft, um sich entspannt der allmorgendlichen Pflege zu widmen, sollte man jetzt ganz bewusst Zeiträume dafür wählen, in denen man die volle Aufmerksamkeit des Babys hat. „Kuck, was ich hier tue. Ich mache das jeden Tag!“. Schon bald, wird es großes Interesse an der Zahnbürste zeigen.

Richtiges Verhalten durch Lob verstärken

Babys sollten merken, wenn sie etwas richtiges tun. Wenn das Baby also die Zahnbürste die ersten Male in den Mund nimmt, sollte man es ruhig dafür loben. Das verstärkt den Drang es erneut zu tun.

Zähneputzen als tägliches Ritual

Babys und Kindern sollte man von Anfang an zeigen, dass das Zähneputzen in den täglichen Ablauf gehört und unter keinen Umständen ausgelassen wird. Deshalb sollte man, auch wenn man spät von Feierlichkeiten zurück kommt, im selben Zuge, wie dem Anziehen der Nachtkleidung, auch die Zähne putzen. Rituale (wie auch das Zubettgeh-Ritual) geben Babys und Kindern Sicherheit und erleichtern ihnen viele Dinge im Alltag anzunehmen und zu akzeptieren.

(Quelle: www.kind-will-nicht.de)

Mein Baby öffnet den Mund nicht? Was kann man tun?

Manche Babys weigern sich regelrecht eine Zahnbürste in den Mund zu nehmen. Auch wenn sie anfänglich ganz begeistert davon waren, zeigen sie plötzlich absolute Ablehnung. Ein paar Tricks, können helfen, die Babys zu animieren, sich doch umstimmen zu lassen und bereitwillig den Mund zu öffnen:

Tipps für Putz-Verweigerer:

  • Ablenkung
    Kinder lassen sich häufig sehr leicht von ihrem eigentlichen Ziel (der Verweigerung) ablenken. Um das Baby abzulenken, kann man ihm eine zweite Zahnbürste in die Hand geben, mit der es sich selbst beschäftigen kann. Auch das Lieblings-Spielzeug oder ein tolles Buch können eine gute Ablenkung sein.
  • Spaß
    Um das Zähneputzen zu einem tollen Event am Abend zu machen kann man beispielsweise Singen. Auf ein lautes „A“ des Kindes, dass dafür den Mund öffnen muss, kann man fröhlich in ein Lied einstimmen. „A, B, C – die Katze lief im Schnee!“ Um zu singen muss das Kind also erst einmal den Mund öffnen, dann stimmen die Eltern mit ein. Auch das Putzen vor dem Spiegel macht vielen Babys Freude, da viele grundsätzlich von ihrem Spiegelbild begeistert sind. Eltern können auch zuerst der Puppe die Zähne putzen oder das Baby einmal die Zähne der Mama putzen lassen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ob man Kinder, wenn sie sich weigern den Mund zu öffnen, gewaltsam dazu bringen sollte, sich die Zähne putzen zu lassen, darüber sind Eltern und Zahnärzte sich nicht einig. Während die eine Seite als Argument vorlegt „Kinder müssten lernen, dass man um das Zähneputzen, auch durch Verweigerung nicht herum kommt“, sprechen andere von einer Art Trauma, die dem Kind das Zähneputzen erst recht als etwas negatives aufzeigen. Meist gilt es für sich den eigenen persönlichen Mittelweg zu finden und eventuell auch in Betracht zu ziehen, wie das Kind sich verhält, d.h. Darauf achten, ob das Kind aus Angst oder Trotz verweigert und demnach handeln.

Wann sollte man zum Zahnarzt?

Den ersten Besuch beim Zahnarzt sollte man dann planen, wenn die Frontzähne durchgebrochen sind. Das ist meist mit etwa 6 bis 9 Monaten. Es gibt Zahnärzte, die speziell ausgebildet sind, um mit Kindern zu arbeiten. Ihre Zimmer sind oft wesentlich freundlicher. Manchmal sind an den Zimmerdecken Bildschirme zu sehen, um die Kinder bei der Untersuchung mit lustigen Filmen abzulenken. Je nach Praxis haben die Ärzte ihre ganz eigenen Tricks um Kinder für einen Besuch beim Zahnarzt zu begeistern.


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