Eltern können Ihr Kind beim Laufen lernen unterstützen

Der Entwicklungsprozess eines Kindes vom hilflosen Säugling zu einer selbstständigen Person ist eine spannende Angelegenheit. Vor allem in den ersten Lebensjahren schreitet die Entwicklung so rasch voran, dass sich viele Eltern immer wieder wundern, wo bloß die Zeit geblieben ist. Begeistert vom ersten Lächeln oder den ersten wortähnlichen Lauten können Mütter und Väter die ersten Schritte des Nachwuchses gar nicht abwarten. Doch bevor ein Kind Laufen lernen kann, müssen sich erst die motorischen Fähigkeiten entsprechend entwickeln. Anstatt den Lernprozess zu erzwingen und damit das Kind womöglich zu verunsichern, sind hier nun insbesondere Geduld und eine gezielte Förderung gefragt.

Erst liegen und dann aufrecht sitzen lernen

Die motorische Entwicklung verläuft bei vielen Kindern unterschiedlich. Das Kind wird seine ersten Krabbelversuche und Schritte wagen, wenn es so weit ist. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob der Kleine sich normal entwickelt, kann sich an einer Entwicklungsübersicht orientieren oder sich natürlich auch beim Kinderarzt informieren. Die meisten Babys können sich mit drei Monaten schon in der Bauchlage auf die Unterarme stützten. Mit 6 Monaten können sich die meisten schon in der Bauchlage und mit Einsatz von Armen abstützen und ein kleines Stück nach vorne schieben. Man muss aber nicht in Panik verfallen, wenn das Kind nicht krabbeln lernt. Neuesten Erkenntnissen zufolge sind Kriechen und Krabbeln keine notwendigen Schritte im Prozess um Laufen zu lernen.

Robben, Krabbeln, Laufen – Kinder haben Ihren eigenen Ryhtmus

Auch die Hand-Augen-Koordination wird jetzt immer besser, so dass die Kinder bereits richtig mit den Fingern und Handflächen Greifübungen machen. Um den 8. Monat herum sollte das Baby so langsam in der Lage sein, sich selbstständig aufzurichten und frei sitzen können. Von nun an kann es eigentlich jeden Tag so weit sein, dass sich das Kind versucht aufzurichten und die ersten vorsichtigen Schritte wagt. In den meisten Fällen können Kleinkinder mit 15 Monaten schon laufen. Einige lernen es etwas früher, andere auch erst mit 18 Monaten. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus.

Die ersten Schritte – Mit Geduld und Motivation können Eltern Ihr Kind unterstützen

Bis es so weit ist, können Eltern allerdings den Entwicklungsprozess unterstützten. So sollte man dem Kind von Anfang an so viel Bewegungsfreiheit wie möglich einräumen, damit es frei mit Armen und Beinen strampeln kann und ein Gefühl für die Bewegung bekommt. Mit kleinen Hilfestellungen können Eltern das Baby zum Sitzen und Laufen anregen, jedoch ohne es zu überfordern. Die ersten Stehversuche beispielsweise werden noch nicht ohne Stütze klappen. Eine helfende Hand oder ein Möbelstück zum Festhalten gibt dem Kind ein sicheres Standgefühl. Auch kann man die Motivation des Kindes steigern, indem man ein Lob ausspricht und zum Weitermachen animiert. Ganz verzichten sollte man allerdings auf Laufhilfen. Diese Geräte hemmen die Bewegungsentwicklung und können sogar zu Gesundheitsschäden führen.

Haus und Garten babysicher machen

Ein wichtiger Aspekt, der beim Laufen lernen nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Sicherheit des Kindes. Das Kinder neugierige kleine Wesen sind, ist nichts Neues. Nicht selten führt diese Neugierde aber auch zu Unfällen im Haushalt, die sich leicht hätten vermeiden lassen. Sobald es lernt sich durch Robben, Krabbeln oder eben auch Laufen fortzubewegen, stellen Treppen, Türen, Schränke, Steckdosen, Möbelkanten und Kleinteile eine Verletzungsgefahr dar. Einige Gefahrenquellen lassen sich mit Sicherheitsprodukten wie Steckdosensicherungen oder Treppengittern leicht eliminieren. Zudem raten Experten dazu, gefährliche Flüssigkeiten wie Putzmittel in Hängeschränken, die Kinder nicht im Stand erreichen können, unterzubringen. Ansonsten kann man Schranktüren und Schubladen noch mit speziellen Verschlusssicherungen versehen.

Eltern haben die verantwortungsvolle Aufgabe, Ihr Kind bei seinem spannenden Entwicklungsprozess zu begleiten und die nötige Unterstützung zu liefern, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Sei es nun das erste Lächeln, das erste Wort oder die ersten Schritte – eine gezielte Förderung, aufmunternde Worte und ein wachsames Auge bringen mehr als erzwungene Lernprozesse.

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