Kinderbetreuung: Tagesmutter oder Kita?

Gleich nach der Babypause kommen Mama und Papa ins Grübeln: Wer wird die Kinderbetreuung übernehmen, wenn es zurück an den Arbeitsplatz geht? Meistenteils ist es weniger ein Muss als ein ausdrücklicher Wunsch, wieder berufstätig zu sein. Viele Menschen identifizieren sich mit ihrem Beruf und möchten die Karriere nicht zu lange auf Eis legen. Für die Sprösslinge bieten sich gleich einige Alternative für die ersten Gehversuche ohne die Eltern an der Seite an. Zumeist wird zwischen zwei Möglichkeiten abgewägt: Kita oder Tagesmutter?

Für die Tagesmutter spricht…

Die meisten Tagesmütter betreuen nicht mehr als drei Kinder gleichzeitig in ihren privaten Räumlichkeiten. Viele Sprösslinge profitieren von der kleinen Gruppe und wohnlichen Atmosphäre. Zumeist ist das Verhältnis zwischen der Betreuungsperson und dem einzelnen Kind sehr familiär geprägt. Gerade Kleinkinder bis zu zwei Jahren fühlen sich in dieser Umgebung wohl. Die private Erzieherin kann auf die Bedürfnisse intensiv eingehen, was den professionellen Pädagogen nicht immer möglich ist. Das Tagesprogramm wird oft spontan festgelegt und dem Wetter, der Stimmung oder den Wünschen der Kids angepasst. Wer sich entsprechend umschaut, trifft bei den Betreuungszeiträumen auf ein hohes Maß an Flexibilität. Viele Arbeitstätigkeiten widersprechen den festgelegten Öffnungszeiten einer Kita. Verbände für Tagesmütter können beispielsweise ein solides Netzwerk bieten, wenn die Eltern im Schichtdienst arbeiten.

Für die Kita spricht…

Von einem hohen Maß an sozialen Kompetenzen profitiert jeder Erdenbürger. Als Einzelkind hält sich das frühe Erfahrungspotenzial in Grenzen, deshalb wird eine zeitige Anmeldung im Kindergarten empfohlen. Es spricht nichts dagegen, diesen Termin vorzuziehen. Auch die Kleinsten profitieren in der Kindergruppe mit verschiedenen Altersklassen. Nicht zuletzt gewinnen Kids an Selbstvertrauen und Selbstständigkeit beim Aufwachsen in der Kita. Hierzu trägt das Spezialwissen der Erzieherinnen bei, die Fürsorglichkeit mit pädagogischen Zielen verbinden. Es reicht eine deftige Erkältung der privaten Tagesmutter, um das Betreuungskonzept ins Wanken zu bringen. Bei der Kita sind die täglichen Öffnungszeiten gewährleistet. Wird viel wert auf Frühförderung gelegt, punkten einige Einrichtungen mit zahlreichen Kurses und Workshops für die Sprösslinge.

Gewissenhaft und individuell entscheiden!

Die Quintessenz: Bei der Wahl spielen viele individuelle Faktoren eine Rolle. Die gewählte Betreuungsform muss zu den Eltern, den beruflichen Verpflichtungen und zu den Kindern passen. Reifliche Überlegungen können sogar zu unterschiedlichen Resultaten für Geschwisterkinder führen.

So oder so: Bevor eine Tagesmutter oder eine Kita gewählt wird, müssen die Räumlichkeiten besichtigt und die fachlichen Kompetenzen geprüft werden.

Diplome bestätigen nur das theoretische Fachwissen. Zwischen allen Beteiligten muss die Chemie stimmen. Die erzieherischen Ideale sollten nicht weit auseinanderdriften. Nicht selten haben Tagesmütter die Nase vorn, die selbst eine große Kinderschar auf den richtigen Weg gebracht haben.

Noch eine Idee zum Schluss: Wer gleich zwei oder mehr Kinder zu betreuen hat, sollte über die vielen Vorzüge eines Au-pairs im eigenen Haushalt nachdenken.

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