Gesunde Kinderfüße

Sie tragen die schwere Last unseres Körpers, tragen uns über Steine, Wiesen und durch Wasser. Gesunde Füße sind unser Anker. Man spricht von „einen sicheren Stand haben“, wenn man gefestigt ist, selbstbewusst handelt und respektiert wird. Die Füße sind unser Kontakt zum Boden und somit verantwortlich für einen sicheren Stand im Leben. Es ist deshalb ganz besonders wichtig, auf gesunden Füßen durch das Leben gehen zu können. Während noch 95 Prozent aller Kinder mit wunderschönen, gesunden kleinen Füßchen zur Welt kommen, schaffen es gerade einmal 40 Prozent gesund bis in das Erwachsenenalter. Warum? Weil wir unseren Füßen mit den Jahren immer weniger Aufmerksamkeit schenken. Bei den Kleinsten aber haben wir es noch in unserer Hand, denn ihre Entwicklung und die Fußgesundheit unserer Kinder liegt  in der Verantwortung der Eltern. Wir sorgen bei unserem Kind direkt nach der Schwangerschaft, schon ab der Geburt für einen gesunden Start in das aufrechte Leben.

Das tut dem Fuß gut!

Kinderfüße, die gesund in das Leben starten, sollte man unbedingt dabei unterstützen, diese Gesundheit so lange wie möglich zu bewahren.

  • Füße die Welt entdecken lassen
    Unsere Füße sind begabter als wir oft vermuten. Schon Säuglinge erkennen das sehr bald für sich und erkunden nicht nur mit den Händen die Welt. Das kann man wunderbar unterstützen, in dem man den Kleinen regelmäßig bewusst Dinge reicht, die sie mit den Füßen erkunden können, anstelle nur die Hände mit Spielecentern und Greifspielen zu beschäftigen.
  • Kindern beim Erlernen des Laufens zeit lassen
    Tatsächlich lernen Kinder weit früher zu laufen, wenn sie einen Lauflernwagen nutzen oder häufig an den Händen der Eltern gehen. Doch diese Unterstützungen schaden der gesunden Entwicklung der Füße. Weit gesünder ist es für die Kleinsten, wenn sie sich ganz alleine den Weg in die aufrechte Haltung finden.
  • Bewegung, Bewegung
    Gesunde Füße brauchen viel Bewegung. Nicht nur der Körper profitiert von viel Bewegung. Auch die Muskulatur der Füße braucht Stärkung. Lustige Fußgymnastik beispielsweise ist gut für die Muskulatur und fördert die Entwicklung der Sensorik. So kann man die Kinder anregen ohne Schuhe auf den Zehenspitzen zu laufen, Greifspiele mit den Füßen zu spielen oder später sogar mit den Füßen zu malen.
  • Fußpflege
    Sie werden all zu oft vernachlässigt. Doch auch die Pflege der Füße sollte zum Alltag gehören. Kleine Fußmassagen entspannen wunderbar Kinderfüße und ein schönes Pflegeöl sorgt für schöne Haut. Die Nägel der Kinder sollten regelmäßig geschnitten werden um zu verhindern, dass sie schmerzhaft einwachsen oder sich die Kinder im Spiel gegenseitig verletzen. Liegen Erkrankungen wie Pilzinfektionen oder Warzen vor, so kann man auch eine professionelle Fußpflege in Betracht ziehen
  • Schuhe? Nur wenn es sein muss
    Am besten entwickeln sich gesunde Kinderfüße, wenn sie möglichst viel barfuss sein dürfen. Deshalb sollten Schuhe nur bei Kälte und Nässe getragen werden oder wenn die Oberfläche des Bodens Verletzungen hervorrufen würden. Aber auch hier gilt es sich gut zu informieren, die Füße ausgiebig zu vermessen und in jedem Fall qualitativ hochwertige Schuhe zu wählen.
    Ausnahme: Manche Fehlstellungen der Füße werden mit speziellen Schuhen inklusive Einlagen behandelt.

Häufige Fehlstellungen des Fußes bei Säuglingen

Lange bevor Kinder beginnen zu laufen gilt es dafür zu sorgen, dass die kleinen Kinderfüße sich optimal entwickeln. Manch kleine Fehlstellungen unmittelbar nach der Geburt sind gar nicht so selten. Finden Sie ein wenig Beachtung, können sie aber schon in in den ersten Lebensmonaten korrigiert werden.

  • Sichelfuß
    Leidet das Kind an einem Sichelfuß, so ist die Innenseite des Fußes verkürzt, die Außenseite hingegen ist etwas verlängert. Zu sehen ist diese Fehlstellung, weil der Fuß ein leichtes C formt. Durch eine regelmäßige Behandlung durch Physiotherapie kann sich diese leichte Fehlstellung schnell verbessern
  • Klumpfuß
    Der Name lässt erahnen, dass es sich um eine Deformierung des Fußes handelt. Tatsächlich wirkt der kleine Fuß aber nicht wirklich klumpig. Stattdessen ist er sehr stark nach innen verdreht, d.h. Die Fußsohlen zeigen beide zur Mitte. Die Behandlung erfolgt durch eine intensive Physiotherapie
  • Hackenfuß
    Der Hackenfuß ist die häufigste Erscheinung einer Fehlstellung an den Füßen des Babys. Sie entsteht im Mutterleib selbst, wenn das Baby über einen langen Zeitraum eine ungünstige Haltung eingenommen hat. Dabei zieht das Kind die Füße stark nach oben, als wolle es auf der Ferse laufen. Selten ist beim Hackenfuß eine Physiotherapie nötig, denn in den meisten Fällen finden die Füßchen in den kommenden Monaten recht schnell in die normale Haltung zurück.
  • Plattfüße
    In der Entwicklung eines Kleinkindes sind sie nicht ungewöhnlich. In den ersten Lebensjahren sorgen kleine Fettpolster unter den Füßen dafür, dass die noch unausgeformte Knochenstruktur geschützt ist.
  • Knickfüße
    Auch O- und X-Beine sind während dem Wachstum keine Seltenheit. Diese Körperhaltungen unterstützen das Auftreten von Knickfüßen. Bis zur Einschulung gibt sich auch diese Fehlstellung meist von selbst.

Extremere Ausprägungen dieser Fehlstellungen findet man häufig als Begleiterscheinung anderer Krankheiten wie Adipositas (krankhaftes Übergewicht), mangelnder Muskelspannung oder verschiedener neurologischer Erkrankungen.

 

Eine regelmäßige Vorstellung beim Kinderarzt, wie sie insbesondere in den ersten Lebensmonaten automatisch von den Krankenkassen vorgesehen ist, hilft die Entwicklung der Füße gemeinsam mit dem Kinderarzt gut im Blick zu haben.

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