Meine Erfahrungen mit dem Babyschwimmen

Wir sind mit unserer Maus als sie ungefähr drei Monate war in die Wellen gestürzt. Überall hört man Babyschwimmen würde die Motorik so toll schulen und die Angst vor dem Wasser würde den Kindern genommen. Ich kann das soweit erstmal nicht bestreiten. Allerdings ist mein Eindruck vom Babyschwimmen oder zumindest meinem Kurs etwas gespalten.

 

 

 

 

Vorteile Babyschwimmen:

  • Man nimmt sich ganz bewusst Zeit mit den Kleinen
  • der Körperkontakt mit nackter Haut
  • eine schöne Gelegenheit um andere Mütter kennen zu lernen
  • Danach schlafen die Kleinen sehr lange 🙂
  • Manche jauchzten vor Spaß

Nachteile Babyschwimmen:

  • Für 20 bis 30 Minuten Wasserturnen ist das viele An- und Ausziehen der Kleinen und sich selbst anstrengend und steht irgendwie nicht wirklich im Verhältnis
  • Die Kursgebühr ist sehr hoch wenn man doch fast jede Stunde ähnliche Dinge macht bzw. für sich allein durch das Wasser läuft
  • die Kleinen wirken eher apatisch während sie im Wasser bewegt werden. Nicht verstört aber sehr neutral. Ein wirkliches Lachen oder Freude zeigten nur sehr sehr wenige. Meine Tochter sah einfach neutral aus.

Zum Thema Tauchen

Es blieb einem bei uns freigestellt ob man das Baby tauchen lassen möchte oder nicht. Zuvor wurden die Kinder ganz behutsam mit Wasser über dem Kopf an das Tauchen heran geführt. Wenn man dann volle Aufmerksamkeit der Kleinen hatte und den Eindruck sie vertrauen einem, konnte man sie mit kurzem Vorwarnen einen kleinen Moment unter Wasser führen. In ganz jungem Alter kann dabei nichts passieren, da sie bei Kontakt mit Wasser im Gesicht automatisch die Luft anhalten. Besondere Freude zeigte meine Tochter dabei nicht, deshalb haben wir es die letzten Male nicht mehr gemacht um sie nicht zu verstören. In anderen Kursen wurden die Kinder teilweise weit unter das Wasser gedrückt und sogar Fotos geschossen. Dabei schienen die Kinder regelrecht zu strahlen und das Wasser zu genießen. Vielleicht hängt es auch von der Methode ab wie sehr die Kurzen das Tauchen mögen oder nicht.

Mein Fazit bezüglich Babyschwimmen

Ich habe zwei Kurse hintereinander gemacht. Ich muss gestehen, dass war aber mehr der Mütter wegen. Meine Tochter hat es nicht gestört, besonders begeistert schien sie allerdings auch nicht. Sie hat heute keine Angst vor Wasser, eine Wasserratte ist sie jedoch auch nicht. Auch Kinder von befreundeten Müttern die damals teilgenommen haben, haben heute Kinder die Wasser einfach nicht mögen. Ich selbst habe also nicht wirklich den Eindruck es hätte ihr wirklich viel gebracht. Wenn man ein paar Übungen kennt die man im Wasser machen kann, finde ich es viel schöner mit den Babies eine Therme oder ein Schwimmbad selbst an Warm-Badetagen zu besuchen. Dann kann man sich so viel Zeit nehmen wie man möchte und das An- und Ausziehen lohnt sich auch im Vergleich zu der Zeit die man im Wasser hat. Man kann einfach Pausen machen und etwas öfter in das Wasser gehen. Denn die Zeit im Wasser ist in jedem Fall schön für Mama und Kind, hat man doch einen ganz nahen und intensiven Körperkontakt.

Was sagt ihr dazu?

7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich kann die Meinung der Autorin bezüglich des Babyschwimmens nur bedingt teilen. Ich gebe seit über drei Jahren Babyschwimmkurse und habe meist andere Erfahrungen gemacht. Vielleicht liegt das auch daran, dass meine Babies bei Kursbeginn in der Regel 6-10 Monate alt sind und somit deutlich weiter in ihrer geistigen und vor allem motorischen Entwicklung. Was soll man von einem drei Monate alten Kind im Wasser erwarten?
    Die meisten meiner Kinder lagen nicht apathisch im Wasser; im Gegenteil. Ganz oft, kamen Kinder nach Wochen zu ihren Nachholstunden und waren kaum zu halten und wollten ins Wasser. Sie haben also eine positive Verbindung zum Wasser hergestellt und das ist viel wert.
    Um diese postive Einstellung zum Wasser zu erreichen, sollte man bei Kindern ab 6 Monaten auf das Tauchen verzichten, da in diesem Fall sich bei Vielen der sogenannte “Tauchreflex” zurückentwickelt und dadurch bei den Kindern Panik und Angst aufkommen kann. Beim Babytauchen frage ich mich allerdings wirklich, was für einen Sinn oder Unsinn es sein soll. Meiner Meinung nach wird das nur gemacht, um den Eltern ein nettes Foto mitzugeben.
    Es gibt schönere Dinge, die man gemeinsam mit seinem Kind im Wasser machen kann: Haltegriffe ausprobieren, singen, Bewegungsübungen, verschiedene Sinne anregen und ja, der Austausch und Treffpunkt mit anderen Atern ist auch ein wichtiger Aspekt. Ähnlich wichtig, wie bei anderen Babykursen! Sollte ein Babyschwimmkurs sehr monoton gehalten sein, liegt das an der Kursleitung. Ich versuche jede Stunde etwas anders aufzubauen; alte Dinge zu wiederholen und neue Elemente einzubringen. Als Mutter sollte man aber auch nicht vergessen, dass Monotonie nicht das Schlechteste ist: Kinder lieben die Wiederholung, um Dinge zu verinnerlichen; deshalb hören sie sich später auch 100mal hintereinander die selbe CD an.
    Zu Guter letzt, gebe ich der Autorin Recht, dass es immer ein großer Aufwand ist, um dann faktisch 30 minuten im Wasser zu verbringen. Viele Eltern nehmen diese Mühe trotzdem gern auf sich, denn sie sind froh um die Abwechslung in der vielleicht sonst sehr einsamen, monotonen Woche. Das sollte jeder selbst für sich entscheiden.
    Was teuer ist, kann ich nicht beurteilen; ich denke, es gibt in der Nähe immer verschiedene Anbieter, um etwas Passendes im Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

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    • Was mir eine befreundete Mutter nun erzählt hat: Bei ihnen gab es die Möglichkeit die Babys in einen Laufstall zu legen während man sich umzieht. Das nimmt natürlich viel Umständliches. Auch für spätere Kurse. Ich find es nämlich in Schwimmbädern immer etwas unpraktisch wenn die Knirpse dann anfangen auf dem nassen Boden zu krabbeln wenn man keinen MaxiCosi dabei hat. Finde die Idee wirklich schön. Wie ist das in dem Kurs, den du anbietest?

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  • Yvonne Waldburg
    19. Januar 2013 19:58

    Hallo,
    durch viele Seiten die ich durch gestöbert habe,bin ich nun hier gelandet.
    Wo es ums Babyschwimmen geht.
    Eure Beiträge sind zwar schon etwas älter,aber vielleicht schaut ihr mal zwischen durch hier rein..:-)
    Meine Tochter ist jetzt 4 Monate alt und ich dachte es wäre gut wenn ich sie zum Babyschwimmen anmelde.Wegen der Motorik,soziales Umfeld usw…..
    Wir waren jetzt schon 2 mal da,und ich muss sagen es ist Stress pur.Für mich und meiner Tochter.
    Mein Mann kommt zwar auch mit,aber ich bin die jenige die uns umziehen muss in der Umkleidekabine.Es ist dort nicht viel Platz..Etwa 10-12 Mütter sind dort mit ihren Kindern und es gibt nicht genug um sich und die Kinder fertig zu machen.
    Wennn wir dann in die Schwimmhalle reinkommen,läuft da noch der andere Kurs,wo wir dann versuchen uns noch ein Platz zu ergattern.Was sehr schwierig wird.Da fängt dann meine Tochter auch schon an unruhig zu werden,die vielen Menschen,die Umgebung,das plätschern des Wassers.
    Dann dauert es auch nicht merh lange und sie fängt dann an zu schreien und zu weinen,und man wird dann nur angeschaut,weil ich in dem moment versuche sie ruhig zu kriegen,was garnicht so einfach ist.
    Das ist mir total peinlich,weil sie die einzigste ist die weint.
    Die zwei mal die wir da waren,saßen wir nur am Beckenrand.
    Beim ersten mal hatte ich versucht mit ihren Füßen ins Wasser zu gehen,ging garnicht.
    Die Kursleiterin meinte,sie würde fremdeln oder auch eventuell ein sensibelchen sein.
    Ja,nun morgen ist es wieder soweit und ich graule mich schon Tage vorher,wie es diesmal sein wird.
    Weil man nur doof angeschaut wird.
    Die Kursleiterin meinte das es wohl vorbei geht,aber wielange soll ich noch hin gehen und nur am Beckenrand sitzen und zuschauen…..
    Auch wenn der Kurs dann vorbei ist,fängt die drängelei an…mit Duschen,Umziehen.
    Naja malschauen,wenn nicht breche ich das alles ab.
    Ist zwar schade ums Geld,aber ich denke da eher an unsere Tochter.Weil es nicht nur Stress für sie ist sondern auch für mich.

    Antworten
    • Hallo Yvonne,
      erstmal freue ich mich, dass auch nach längerer Zeit noch Resonanz auf meine älteren Beiträge folgt. Ich verstehe deine Probleme beim Babyschwimmen. Es ist wirklich unglaublich wie gespalten die Meinungen dazu sind. Gerade in den letzten Monaten (Mein Kleiner ist jetzt 9 Monate) habe ich mir wieder die Frage gestellt ob ich noch einmal einen Schwimmkurs besuchen soll. Im Gespräch mit anderen Müttern ist aufgefallen, dass es wirklich extrem an der Einrichtung liegt. Ob ein Kurs zuvor und danach statt findet oder ob man sich zu Beginn und am Ende in Ruhe Zeit lassen kann ist für viele Kinder wirklich wichtig. Mann kann ja sensible Kinder nicht einfach ausschließen nach dem Motto “da muss es durch oder den Kurs sein lassen”. Ich würde mich freuen, wenn du in ein paar Wochen nochmal berichtest, wie sich das bei euch noch entwickelt hat. Vielleicht wäre es auch schön, wenn sich noch Mütter äußern würden, die richtig gute Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht kann ich sogar ein paar Kurse hier aufführen in denen das alles schön entspannt abläuft und die Eltern begeistert sind. Sicherlich betrifft es dann den einen oder anderen Leser auch örtlich gesehen!

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      • Wir waren bei “Seepferdchen.wien” angemeldet. Über den Kurs kann ich nicht viel sagen, denn nach den ersten 2 x wurde unser Schatz so schwer krank, dass wir ins Krankenhaus mussten und die restlichen Einheiten nicht mehr teilnehmen konnten. Da im Dianabad aber mehrere Kurse parallel laufen, ist das Umziehen mit Baby allein schon ziemlich stressig.

        Der Kurs mit Eintrittsgeldern hat rund 280 Euro gekostet. Die Betreiberin war nicht bereit, den Kurs nachzubesetzen, uns anteilig etwas zurückzugeben oder uns im Sommer, wenn unsere Maus hoffentlich wieder gesund sein wird, in einen anderen Kurs zu geben. Sie meinte nur: Pech gehabt. Da man die Servicebreitschaft und Kulanz der Betreiber eben nur immer in solchen Fällen kennenlernt, kann ich euch nur raten, einen anderen Schimmkursanbieter auszuprobieren.

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        • Liebe Marie!
          Ich mache mit Seepferdchen und der Betreiberin gerade genau diese Erfahrung! Unser Baby wurde vor Kursbeginn krank, hat nun eine Immunschwäche und wir können nicht schwimmen gehen. Ich habe gefragt, ob sie uns UMBUCHEN kann, da ich bereits wusste dass sie das Geld nicht mehr hergibt wenn sie es einmal hat. (Jetzt 240 Euro, OHNE Eintritt ins Bad!!).
          Sie hat schlicht abgelehnt. Sie gibt uns keinen Cent, und lässt uns auch nicht in einen anderen Kurs einsteigen. Gnadenlose Geldmacherei der übelsten Sorte. Sorry, aber Seepferdchen hat soviele KundInnen, da sollte Kulanz eigentlich selbstverständlich sein.

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  • Hallo!
    Ich bin gerade beim Durchsuchen des Internets auf eure Seite gestoßen; da ich gerade auch in einer ähnlichen Lage bin.
    Ich besuche mit meinem Kleinen (7,5 Monate) ebenfalls seit 2 Wochen einen Babyschwimmkurs, und morgen ist es wieder mal soweit. Zudem sollen morgen alle Kinder im Kurs getaucht werden, und ich bin aber nach wie vor eine große Skeptikerin von diesem Unterfangen. Einerseits sehe ich immer noch nicht wirklich große Vorteile und andererseits habe ich Angst dass der Reflex doch nicht mehr richtig vorhanden ist, und er Chlorwasser in seine Lungen bekommen könnte.
    Ich denke ich werde mich morgen auf mein Bauchgefühl verlassen, und meinen Sohn daher nicht untertauchen.
    Wie ich auch anfangs gelesen habe, ist auch mein Kleiner nicht wirklich erfreut von den 45 Minuten Kurs. Ja, er nimmt es auch irgendwie hin; aber dass er quietscht und strampelt wie er es in der Badewanne macht, davon sind wir meilenweit entfernt.
    Wenn überhaupt, dann werde ich den nächsten Kurs wohl eher im Sommer machen, denn wie oben bereits gesagt sind die Vor- und Nachbereitungen des Schwimmens Stress pur!! Vom pünktlichen wegfahren angefangen, dem Umziehen in einer viel zu kleinen Kabine, dann Schwimmen und Duschen und wieder Anziehen,… Nein, nein ich denke nicht dass ich das nochmal machen werde; auch ich hab`mir schon gedacht dass wohl ein Badetag in einer Therme hilfreicher ist als einmal pro Woche 45 Minuten Kurseinheit!

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