Mein Baby findet nicht in den Schlaf

Als erstes einmal vorne weg: Es kommen immer wieder Phasen, in denen Babys schlecht schlafen. Ein absolutes Rezept, das für jedes Baby und jeden Fall gilt, gibt es nicht. Freut euch über jeden Abend, an dem euer Baby oder Kind ruhig in den Schlaf findet. Ein paar Dinge helfen allerdings nach meiner Erfahrung einfach ganz gut um den Weg zum Traumland ein wenig zu erleichtern.
Hier meine Erfahrung, wie euer Baby leichter in den Schlaf findet:

Tag ist Tag und Nacht ist Nacht

Babys schlafen wesentlich leichter ein, wenn sie einfach merken, dass es Zeit zum schlafen ist. Ganz wichtig: Das beginnt schon nach der Geburt im Krankenhaus.
Der beste Tipp meiner Hebamme war:

„Zeigen sie ihrem Baby ruhig, wann wir Tag und Nacht haben!“

Das bedeutet tagsüber darf ruhig Staub gesaugt werden, während das Kind schläft, es kann auch im Arm einer sprechenden Mama gut schlafen oder mit dem Spiellärm der Nachbarskinder. Ein Baby merkt schnell, dass nachts Geräusche einfach leiser und seltener sind und schläft so auch nachts deutlich länger bzw. mit längeren Stillpausen.

Rituale

Ein immer wieder kehrendes Abendritual hilft ebenfalls einem Baby mit Einschlafproblemen zu zeigen: Jetzt ist Zeit zum Schlafen. Spult man jeden Abend dasselbe Programm begreifen auch schon die Kleinsten was nun passiert. So kann man zum Beispiel immer dieselben Spielchen beim letzten Wechseln des Stramplers machen, stets im im selben Ablauf die abendliche Wäsche machen oder das letzte Mal Stillen im Kinderzimmer durchführen. Vor diesem ruhigen Ritual ist es bei größeren Kindern natürlich auch besonders schön, wenn sich der Papa zum Toben noch ein bisschen Zeit nimmt oder die Mama nach dem Zähneputzen noch ein Buch vorliest. Ganz wichtig eben nur: Immer das Gleiche, stets ruhig.

Keine Hektik

Natürlich ist es nicht immer einfach Ruhe zu bewahren wenn das Baby oder Kind gerade nicht so richtig mitspielen will und man womöglich auch noch in Zeitnot ist. Versucht deshalb stets rechtzeitig mit dem Zubettgehen zu beginnen. Muss man nicht weg heißt es dann bei quengeligem oder störrischem Kind erst recht Ruhe bewahren. Ist man äußerlich gelassen macht es doch viel weniger Spaß Grenzen bei der Mama oder dem Papa auszuloten. Bleibt man ruhig und leise fangen viele Kinder auch gar nicht erst an aufzudrehen. Ist man selbst gestresst und hat ein für das Kind deutlich schwaches Nervengerüst ist man einfach angreifbar.

Zu guter Letzt:

Manchmal ist es einfach schwer zur Ruhe zu kommen. Auch als Erwachsener findet man vor lauter Gedanken oft nicht in den Schlaf. Versucht euch in die Situation eurer Kinder zu versetzen, die jeden Tag neue Dinge lernen, sehen und verarbeiten müssen. Manchmal hilft das beste Ritual und die liebsten Eltern der Welt eben nicht um einfach in den Schlaf zu geleiten. Habt Verständnis und versucht immer wieder zu denken „Es ist nur eine Phase. Es wird wieder besser. Es ist nur für den Augenblick so.“ Denn Pessimismus hilft an dieser Stelle einfach niemandem. Ein Kind das Rückhalt in der Familie spürt, auch spät am Abend und sich nicht in den Schlaf gedrängt fühlt, eines das Vertrauen in die Umwelt hat, wird schneller abschalten.

Was sagt ihr dazu?

3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Der Schlaf ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig.
    Bestimmte Rituale und Gewohnheiten wie der Teddy oder eine Gute-Nacht-Geschichte können Ihrem Kind die nötige Ruhe geben.

    Hingegen sollten Eltern in jeder Situation die Ruhe behalten. Das ist natürlich manchmal mehr verlangt, als es aussagt.

    Vielen Dank für diesen Artikel

    Mit freundlichen Grüßen

    Güngör

    Antworten
  • Schön geschrieben! Danke. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, das Kind ein Schlafrhythmus hat. Das wirkt sich positiv nicht nur auf das Kind selbst, sondern auch die Eltern haben, dann mehr Ruhe und mehr Zeit füreinander.

    Antworten
  • Guter Bericht. Rituale sind für Babys sehr wichtig. Es lässt sie irgendwann verstehen, dass nun Schlafenszeit ist. Mit der Zeit kann man diese auch verkürzen. Ein Bad oder eine Massage vor dem zu Bett bringen ist sehr gut, hier bekommt das Baby eine extra Portion Nähe.

    Antworten

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