Skip to main content

„Mein Baby nimmt keinen Schnuller!“

Mein Baby nimmt keinen Schnuller - das kann Ihnen helfen!Das Bild vom Säugling mit dem geliebten Schnuller im Mund strahlt Frieden und Geborgenheit aus. Denn dass Babys gerne saugen, ist schon lange hinreichend bekannt. In der Realität mag jedoch (trotzdem) nicht jedes Baby den Schnuller. Häufig hört man Eltern sich leicht panisch an Hebammen oder Freunde wenden „Mein Baby nimmt keinen Schnuller“. Die Angst dieses doch recht einfache Mittel zur Beruhigung eines Babys nicht zur Verfügung zu haben, macht vielen Eltern Sorge. Doch Schnullerablehnung muss für Eltern nicht zum Problem werde. Es gibt zahlreiche glückliche Schnullerbabys, aber eben auch zufriedene Säuglinge, die gut ohne Nuckel leben.

Wichtig zu wissen – das Nuckeln ist ein Grundbedürfnis

Säuglinge saugen naturgemäß oft und gerne, was ein ganz natürlicher Reflex ist. Diese Gewohnheit beginnt bereits im Mutterleib, wie bewiesen ist. Das Saugen beruhigt auf ganz natürliche Weise und produziert sogar wichtige Hormone beim Baby.

Der Schnuller ist über das Stillen hinaus sozusagen ein künstlicher Ersatz für das Saugen an der mütterlichen Brust, die nicht immer verfügbar sein kann.

Auch wenn für viele Eltern der Schnuller (im Idealfall sollten es natürlich mehrere sein) zur Grundausstattung für das neue Erdenkind gehören, kann es vorkommen, dass ein Baby (entweder gleich oder urplötzlich) Schnuller ablehnt.

Grundsätzlich sollte ein Schnuller noch nicht direkt nach der Geburt zur Verwendung kommen, da in Kombination mit dem Stillen eine sogenannte Saugverwirrung entstehen kann (aber nicht muss). Das Baby wird durch den Wechsel von Schnuller und Brust durcheinander gebracht und verweigert möglicherweise plötzlich die mütterliche Brust. Deshalb sollten Stillbabys erst mit ca. vier Wochen mit einem Schnuller vertraut gemacht werden.

Gründe warum ein Baby den Schnuller möglicherweise nicht annimmt

Häufig kann es sein, dass das gekaufte Exemplar schlichtweg

  • nicht die richtige Form,
  • eine falsche Größe oder
  • ein unangenehmes Material

aufweist und vom Säugling deshalb abgelehnt wird.

Einige Stillkinder ziehen ganz schlicht und einfach auch prinzipiell die Mutterbrust vor und mögen keinen Ersatz.

Unterschiedliche Schnullermodelle

  • Materialien
    Schnuller sind aus Latex, Naturkautschuk oder Silikon erhältlich.
    Latex ist ein natürliches Material, Schnuller aus Latex sind an der bräunlichen Farbe erkennbar. Dieser Stoff ist sehr wiederstandsfähig, eignet sich also auch gut für Babys, die schon einige Zähnchen haben.
    Silikon ist deutlich weicher, aber auch anfälliger für Risse und Schäden. Diese Schnuller sind farblos.
    Naturkautschukschnuller sehen recht grob aus, sind nicht verspielt oder bunt, jedoch dennoch in vielen Form-Varianten erhältlich. Sie bestehen im gesamten aus reinem Naturkautschuk.
  • Größen
    Schnuller gibt es in diversen Größen, die dem Alter entsprechend markiert sind. Sie werden meist in Altersklassen bis sechs Monate, von 6 bis 12 Monaten und ab 18 Monaten eingeteilt. Beginnen sollte man mit der kleinsten Größe.
  • Formen
    Schnuller sind in den verschiedensten Formen erhältlich. Der größte Unterschied liegt in der Schnullerspitze (dem eigentlichen Sauteil). Sie kann entweder abgeflacht sein (was als besonders zahnschonend gilt) oder rund sein. Die runde Form kommt der Brustwarze am ähnlichsten und wird von Babys oft lieber angenommen. Manche Schnuller besitzen zusätzlich kleine Noppen, die an die Erhebungen der mütterlichen Brust erinnern sollen. Auch der Schaft (das Verbindungsstück zwischen Saugteil und der Schnullerplatte) der Schnuller kann unterschiedlich sein. Manche sind besonders flach und kiefer- bzw. zahnschonen, manche dicker oder gar rund.

Dem Baby den Schnuller doch noch schmackhaft machen

Ein Schnuller sollte nicht aufgezwungen, aber immer wieder angeboten werden, damit es vielleicht doch noch klappt. Erfreulicherweise sind wie erwähnt heutzutage jede Menge Varianten von Silikon bis Naturkautschuk auf dem Markt. Die Größe steht meist auf der Verpackung und sollte unbedingt beachtet werden. Selbst der Griff kann für manche Babys einen Unterschied machen, wenn die Händchen auf Entdeckungsreise gehen. Bereits die Kleinsten haben gewisse Vorlieben und Abneigungen, die akzeptiert werden sollten. Einige Babys würgen oder spucken den Nuckel einfach immer wieder aus. Ihn jedoch mit Zucker o. ä. zu versehen, wie es in früheren Zeiten hin und wieder praktiziert wurde, sollte auf jeden Fall tabu sein.

Wenn es einfach nicht funktioniert: Das Baby anders beruhigen

Wenn alle gut gemeinten Versuche fehlschlagen, sollte der Schnuller erst einmal weggelegt werden. Möglicherweise sieht die Lage in einigen Monaten schon ganz anders aus, denn Babys machen die verschiedensten Entwicklungsschritte durch. Einige Säuglinge suchen sich zwischenzeitlich selbst (andere) Gegenstände zum Saugen, z. B. einen Deckenzipfel oder die eigenen Finger. Außerdem sind gutes Zureden oder sanftes Wiegen noch immer gute Mittel, um das Baby zu beruhigen.

Den Schnuller zur Gewohnheit machen – pro und contra

Einerseits kann der Einsatz eines Schnullers zur beruhigenden Gewohnheit werden. Andererseits lauern schwere Stunden, wenn der Sauger einmal nicht zur Hand ist. Eltern, die sich für den Schnuller entscheiden, sollten immer ausreichend davon zur Verfügung haben. Ist eine Sorte gut angenommen worden, kann ein Wechsel oder gar die Abgewöhnung problematisch sein. Den Schnuller immer in den gleichen Situationen, z. B. nach dem Füttern oder zum Einschlafen zu geben, hilft dabei, die Gewohnheit zu etablieren. Besonders kleinere Babys gewöhnen sich leicht an geregelte Abläufe und bekannte Gegenstände.

Wichtig zu wissen ist auch, dass sich Bakterien über die Sauger verbreiten und sogar Karies von den Eltern (durch abgeleckte Schnuller) auf ihr Kind übertragen können. Deshalb: Heruntergefallene Sauger lieber unter fließendes Wasser halten.

Falls es mit dem Schnuller überhaupt nicht klappen will, können Eltern durchaus unbesorgt sein. Sie können sich unabhängiger fühlen und müssen nachts nicht nach dem Gegenstand zur Beruhigung suchen. Immerhin fällt auch später die „Entwöhnung“ weg, die häufig für Probleme und Tränen sorgt. Zu langes Saugen am Nuckel kann außerdem zu einem unschönen Zahnfehlstand oder sogar Sprachproblemen führen – übrigens genauso wie zu häufiges und langes Daumenlutschen.


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *