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Wenn das Baby beißt beim Stillen…

Stillende Mutter mit schmerzverzerrtem GesichtAutsch! Allein der Gedanke daran, dass das Baby beim Stillen beißt stellt uns Frauen die Haare auf. Kaum eine Körperstelle mag empfindlicher sein, als die Brustwarze. Gerade in der Zeit, in der wir Frauen stillen ist sie besonders sensibel (was sicherlich von der Natur so gewollt ist). Meist haben Frauen die schmerzhafte Anfangszeit des Stillens gerade einmal ein paar Monate überstanden und dann das: Während dem Stillen beißt der kleine Erdenbürger herzhaft in die Milchquelle. Die erste innerliche Reaktion darauf ist meist: Ich stille ab! Natürlich kann man dies als ausschlaggebenden Punkt nutzen das tatsächlich zu tun, es gibt allerdings allerlei Möglichkeiten wenn man Weiterstillen bevorzugt. Nur aufgrund von wachsenden Zähnen vor allem sollte man nicht abstillen, denn anders als gefühlt, beißen Babys selten wirklich mit ihren Zähnen auf die Brustwarze. Während des Saugens liegt die Zunge auf dem Unterkiefer und bedeckt die Zahnreihen. Weh tut es aber trotzdem.

Was also nun tun?

Zu erst einmal heißt es herauszufinden, weshalb das Baby in die Brust beißt

  • Tatsächlich sind durchbrechende Zähne die häufigste Ursache für einen Biss in die Brustwarze. Babys die zuvor recht friedlich waren, werden durch die Mundbewegungen beim Stillen wieder an den Schmerz erinnert. Wie bei uns Erwachsenen neigen sie dazu wortwörtlich instinktiv die Zähne zusammen zu beißen.
  • Wo andere vielleicht am Zahnstocher, Strohhalm oder Kugelschreiber kauen greifen Babys zur naheliegstensten Möglichkeit: der Brust. Ein Biss aus Langeweile entsteht gerne, wenn das Kind eigentlich gar keinen Hunger hat. Die Brustwarze wird dann einfach zum Spielzeug
  • Auch frustrierte Kinder neigen zu einem zornigen Biss. In freudiger Erwartung auf das heiß geliebte Getränk können sie bei zu langsamem Fluss durchaus ungeduldig werden. Auch ein unerwarteter Geschmack bei veränderter Milch, weil man etwas ungewohntes wie Spargel zu sich genommen hat, durch Sport, einen Infekt oder die erste Monatsblutung können das Baby irritieren.
  • Mutti hier bin ich! War da jemand abgelenkt? Schon die Kleinsten finden ihre Methoden Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Manche sabbern, andere beißen. Beim Einschlafen kann es einfach passieren, dass der weg knickende Kopf des Kindes ein Ziehen an der Brustwarze verursacht. Selber Effekt tritt ein, wenn das Kind plötzlich abgelenkt wird.

So bringt man ein Baby dazu, das Beißen beim Stillen zu unterlassen

  • Hilfe gegen Schmerzen
    Beim Zahnen hilft ein Beißring bevor das Kind angelegt wird. Auch ein betäubendes Gel kann verwendet werden. Dieses sollte allerdings nicht direkt vor dem Stillen und äußerst sparsam angewandt werden, da es sowohl die Zunge als auch den Hof der Brustwarze betäubt. Dies kann das Stillen für beide Seiten erheblich erschweren und die Haut der Brustwarze reizen
  • Aufmerksamkeit schenken
    Sollte das Baby um Aufmerksamkeit zu bekommen beißen, hilft es diesem Drang tatsächlich nachzugehen und dem Kind durchweg während des Stillens seine Zeit zu schenken.
  • Nur bei wirklichem Hunger stillen
    Ein sattes, gelangweiltes Kind beginnt Unsinn an der Brust zu machen. Beschäftigt man sich intenstiv mit dem Verhalten seines Babys kann man die Hungerzeichen immer besser deuten und das Stillen unterbrechen wenn es beginnt sich auffällig zu verhalten.
  • Beobachten ob es einschläft
    Merkt man, dass das Kind einschläft kann man es vorsichtig von der Brust weg nehmen. Schiebt man den kleinen Finger zwischen die Mundwinkel löst sich der Sog und man vermeidet Schmerzen.
  • Erziehung
    Auch im ersten Lebensjahr lernen Kinder durch Abweisen und Zuneigung. Ist man sich sicher, dass das Beißen nicht von beispielsweise Schmerz oder Irritation herrührt darf man ruhig Missfallen zeigen. Einem Baby, dass sich brav verhält kann man deutlich durch Küsse, Kuscheln und Lob seine Zufriedenheit übermitteln. Beißt das Baby beim Stillen, sollte man es mit einem deutlichen „Nein!“ kurz von der Brust nehmen und das Stillen unterbrechen

Vorsicht: Bei einem Biss nicht schnell weg ziehen! Wartet man nicht ab bis der Kiefer sich selbst oder mit Hilfe öffnet, verletzt man sich die Brustwarze wirklich. Deshalb, durchhalten und abwarten, anstatt das Kind sofort weg zu reißen.

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Kommentare

Cashua 3. Dezember 2014 um 04:48

Vielen dank für die tollen Tipps!!

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