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Abpumpen oder Pre-Nahrung für den Babysitter

Kürzlich stand der Junggesellinnenabschied einer Freundin vor der Tür und mir stellte sich genau diese Frage. Nur ungern möchte man ein Baby genau da mit hin nehmen wo gefeiert wird, die Leute übermütig und unvorsichtig sind. Man möchte aber auch auf solche Momente als Mutter nicht immer verzichten müssen.
Mit abgepumpter Muttermilch oder Pre-Nahrung gibt es auch als stillende Mutter Möglichkeiten ohne Kind außer Haus zu gehen, ohne dem Baby dabei zu schaden.

Abpumpen von Muttermilch

Die für das Baby natürlichste Methode ist die Gabe von abgepumpter Muttermilch. Um einen unbesorgten schönen Tag oder Abend zu genießen, sollte man zuvor einmal testen, ob das Baby die Muttermilch auch ohne Brust trinkt. Nicht jeder Säugling akzeptiert sofort eine Flasche. Wenn das ohne Probleme klappt, kann man sich, in dem man mehrere Male, auch wenn nötig über ein bis zwei Tage, abpumpt im Kühlschrank einen schönen Vorrat an Muttermilch aufbauen. Die Großeltern oder ein Babysitter, die dann auf das Baby aufpassen, können die Muttermilch in heißem Wasser erwärmen und füttern.

Fertigmilch | Pre-Nahrung als Alternative zum Abpumpen

Bei manchen Frauen klappt das Abpumpen nicht oder sie gewinnen zu wenig Milch um mehrere Stillmahlzeiten auszugleichen. Hier bietet sich dann die Möglichkeit auf Fertigmilch zurückzugreifen. Es ist allerdings wichtig zuvor auszutesten ob das Baby die Pulvermilch akzeptiert und verträgt, denn der Darm muss eine völlig andere Nahrung verdauen. Nicht jedes Baby kann das ohne Probleme. Nun kann man die Menge an vorhandener abgepumpter Milch füttern und die fehlenden Portionen durch Fertigmilch oder Pre-Nahrungersetzen. Natürlich kann man auch die gesamten Mahlzeiten ohne abzupumpen mit Fertigmilch geben. Dann ist es, wenn man länger aus dem Haus ist, aber unbedingt ratsam eine Milchpumpe mitzunehmen um die Brust im Zweifel zu erleichtern. Da sie darauf eingestellt ist mehrmals am Tag leer getrunken zu werden produzieren die Milchdrüsen weiter die normal erforderliche Menge. Es besteht die Gefahr von Milchstau oder einer Brustentzündung wenn man die unangenehmen Symptome ignoriert. Abraten würde ich von dieser Methode ebenfalls wenn man dazu neigt eher zu wenig Milch zu produzieren, da die Milchproduktion bei fehlender Nachfrage schnell nachlässt. Einmaliges Aussetzen mehrerer Mahlzeiten sollte aber bei einer guten Milchproduktion kein Problem darstellen.


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Kommentare

Regina 6. Juni 2012 um 09:10

Ich erwarte jetzt quasi jeden Tag die Ankunft unseres Krümels. Ich habe mir auch zu diesem Thema schon mehrere Gedanken gemacht und auch mit meiner Hebamme darüber gesprochen. Mein Mann und ich haben uns nämlich dazu entschlossen, unseren Nachwuchs abends immer mit dem Fläschchen zu füttern, einfach aus dem Grund, dass auch der Papa hier eine intensivere Beziehung aufbauen kann und sich das Problem mit dem Babysitter dann nicht stellt. Hier hat mir meine Hebamme empfohlen, die ersten 4 Wochen abzuwarten und dann aber mit Fertigmilch zu füttern, damit das Baby den unterschied erkennt. Was ihr auch noch wichtig war, die Fläschchenart, bzw. Nuckel, dass hier die runden Nuckel verwendet werden (auch beim Schnuller) damit das Kind nicht unterschiedliche Saugarten erlernen muss und dann evtl. von der Brust nicht mehr trinkt. Auch, dass das Fläschchen nur von einer dritten Person (Papa, Onkel, Tante, Opa etc.) gegeben werden darf und nicht von der Mutter. Auch sollte die Mutter, zumindest bei den ersten malen, nicht im Zimmer sein, damit man hier keine Schwierigkeiten mit dem stillen bekommt. Das Kind soll wissen, Mama – Brust, alle anderen – Flasche. So tut man sich am einfachsten, hat jetzt meine Hebamme gemeint.
Bin wirklich schon gespannt, ob unser Nachwuchs dann auch so mitspielt, wie wir uns das vorstellen.

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Lisa Werner 6. Juni 2012 um 09:54

Vielen Dank Regina für die vielen zusätzlichen Tips deiner Hebamme. Tatsächlich ist es sinnvoll, den Test ob das Baby Muttermilch oder Pre-Nahrung mit dem Fläschchen trinkt von einer dritten Person machen zu lassen. Ein Säugling hat einen enorm ausgeprägten Geruchssinn und fühlt sich schnell veräppelt wenn Mama plötzlich Flasche gibt, ist doch direkt die originale Bezugsquelle vor Ort. Durch die generelle Fütterung am Abend mit der Flasche ist es natürlich dann auch die Brust gewohnt allabendlich weniger Nachfrage zu haben und produziert somit auch weniger Milch. Ist man dann außer Haus besteht sehr wahrscheinlich nicht das Problem eines Milchstaus. Die Gefahr einer Saugverwirrung besteht allerdings auch mit einem Brustwarzen ähnlichem Sauger, da das Baby an der Brust immer anders saugen muss als am Flaschensauger. Tatsächlich aber kann man die Wahrscheinlichkeit mit der richtigen Auswahl deutlich senken. Gib uns doch nach ein paar Wochen mal Rückinformation wie dein Baby mit der geteilten Fütterung körperlich klar kommt (Verdauung etc.).
Für die bevorstehende Geburt wünsche ich alles Gute!!!

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