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Die Taufe – Checkliste zur Vorbereitung

Babys werden geboren und von den Eltern sofort in ihr Herz geschlossen. Ziemlich schnell zeigt auch die gesamte Familie, Verwandtschaft und Bekanntschaft: Du gehörst zu uns. Gerade in christlichen Regionen bleibt es aber nicht bei dieser Form der Aufnahme in die Gemeinschaft. Um das Baby auch in die religiöse Gemeinschaft aufzunehmen, sei es nun evangelisch oder katholisch, wird das Baby meist innerhalb der ersten Lebensmonate getauft. Das Sakrament der Taufe ist das meist das erste das empfangen wird, in den Jahren folgen zahlreiche weitere. Der Grundgedanke hinter der Taufe ist heute weniger die Angst, das Baby könnte bei einem plötzlichen Tod nicht zum Himmel auffahren, sondern schlichtweg der Wunsch Teil einer gläubigen Gemeinschaft zu sein. Bei vielen ist es auch schlichtweg eine wunderschöne Tradition die beibehalten wird. Dabei wird mit dem Baby neben dem Geschenk Teil dieser Religion zuwerden zudem mit dem Taufpaten ein Begleiter für das Leben zur Seite gestellt. Tatsächlich eine herzergreifende Vorstellung.

Die Taufe ist eines der schönsten Feste, die Eltern mit ihren Kindern erleben dürfen. Sie investieren in die Vorbereitung dieser Feier oft ähnlich viel Zeit und Mühen, wie in die eigene Hochzeit. Zwar mag der kirchliche Ablauf genormt sein, doch die Feierlichkeiten herum und viele Punkte innerhalb des Gottesdienstes sind so individuell wie jede Familie für sich. So können sich Eltern zwar an einer Art Checkliste festhalten, dennoch haben sie an allen Ecken und Enden viele Möglichkeiten ihr Fest ganz eigen zu gestalten.

Checkliste Taufe

Vorbereitungen für die Taufe

  • Taufpaten auswählen
    Die Entscheidung für den Taufpaten fällt nicht immer leicht. Er soll das Patenkind sein leben lang begleiten, ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen und den Glauben gemeinsam mit ihm ausleben. In schlimmen Zeiten soll das Kind später ein zu Hause bei ihm finden und wie das eigene Kind erzogen werden. Eltern wählen den Taufpaten also meist aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis aus bzw. fragen nach ob die Patenschaft überhaupt übernommen werden möchte. Schließlich kann der Wunschpate diese Frage auch ablehnen. Pate werden zu dürfen ist allerdings in jedem Fall die höchste Anerkennung die Eltern geben können und nur die wenigsten lehnen (aus diversen persönlichen Gründen, wie Ängste vor Verantwortung etc.) ab.
  • Gästeliste
    Die Anzahl der Gäste entscheiden die Familien für sich. Meist fällt eine Taufe aber weit persönlicher aus und findet in einem kleineren Rahmen statt als die eigene Hochzeit. Die Familie tritt hier weit mehr in den Vordergrund als Freunde oder Bekannte.
  • Terminplanung
    Meist ist das Alter des Babys ausschlaggebend für den Zeitraum der Taufe, möglicherweise aber auch die Jahreszeit. Der Vorteil einer Taufe von besonders jungen Babys ist die Ruhe während der Zeremonie. Häufig bekommen die Kleinen vom Tumult um sie herum kaum etwas mit und verschlafen den größten Teil der Taufe. Gerade das kann aber auch Grund sein mit der Taufe noch zu warten. Manche Eltern wollen nach der Geburt erst einmal zuhause ankommen, die ersten Monate in Ruhe mit ihrem Baby verbringen oder es ist ihnen wichtig, dass das Baby schon möglichst viel von der Taufzeremonie und der Feier mitbekommt. Auch eine Taufe mit größeren Kindern (im Kindergarten- oder Schulalter) sind nicht ungewöhnlich. Mehr zum Thema: >> Taufe, wann haben die Kinder das ideale Alter? Bei der Festlegung des Tauftermins sollten unbedingt auch die zukünftigen Taufpaten einbezogen werden, da sie bei der Taufe ja eine fundamentale Rolle haben.
  • Einladungen verschicken
    Bei der Gestaltung von Einladungen ist alles möglich. Von individuell gestaltet und online bestellt bis hin zu aufwendig gebastelt – ganz gleich wie die Nachricht alle Gäste erreicht, sie sollte es in jedem Fall rechtzeitig. Also frühzeitig an das Verschicken der Einladungen denken.
  • Taufgespräch mit dem Pastor vereinbaren
    Es ist sinnvoll sich bereits vorab über einige Punkte Gedanken zu machen. Viele Fragen aber klären sich automatisch im Gespräch, da die meisten Pfarrer sich für jene Taufgespräche Listen bereit legen, die gemeinsam abgearbeitet werden können. Dann werden Themen geklärt wie: Mögliche Fürbitten, Dekoration, Taufkerze etc.
  • Auswahl der Lieder
    Bei der Gestaltung des Gottesdienstes dürfen Eltern gerne mitwirken. In wie weit Eltern bei der Auswahl der Musikstücke freie Hand gegeben wird, hängt oft von der jeweiligen Kirche ab. Während manche Pfarrer oder Pastoren offen für moderne und ganz persönliche Lieder sind, bestehen manch andere auf traditionelle Kirchenlieder.
  • Taufkleidung auswählen
    Die klassische Taufkleidung für ein Baby ist das übliche lange weiße Gewand. Ganz gleich ob Junge oder Mädchen, die traditionellste Kleidung ist das Taufkleid, das beim Jungen lediglich mit einer blauen Schleife versehen ist. Natürlich dürfen Babys aber auch in ganz modernem Kleid vor das Taufbecken. Heute sieht man immer häufiger Babys in kleinen Anzügen in den Kirchen. Was immer bleibt: Die Farbe Weiß als Zeichen von Reinheit und Unschuld.
  • Räumlichkeiten auswählen und buchen
    Entsprechend der Anzahl an Gästen müssen ausreichend große Räumlichkeiten eventuell gebucht werden. Wer nicht zu Hause feiern kann, kann Festräume oder kleine Hallen mieten und sich selbst versorgen oder einen Catering-Service bzw. das Restaurant die Bewirtung übernehmen lassen. Für Kuchen und Desserts lässt sich die Familie im Normalfall gerne einspannen.
  • Fotograf engagieren
    Wenn man besonders großen Wert auf hochwertige Bilder legt, sollte man entweder einen talentierten Fotografen im Kreise der Familie haben oder sich rechtzeitig um einen professionellen Fotografen kümmern. Diese können sich voll und ganz auf das Fotografieren konzentrieren.
  • Taufkerze gestalten
    Viele Eltern gestalten die Taufkerze für ihr Kind ganz individuell. Gemeinsam mit Eltern anderer Kinder, die im selben Gottesdienst getauft werden oder für sich alleine zu Hause kommen so die wundervollsten Kerzen zustande. Im Internet lassen sich Taufkerzen kostengünstig bestellen und mit Bastelmaterialien für Kerzen aufpeppen. Aber auch tolle fertig gestaltete Kerzen sind in großer Auswahl zu finden. Wichtig: Soll die Kerze häufig (z.B. nicht nur zum Geburtstag) brennen, so sollte man unbedingt auf hohe Qualität achten, damit man möglichst lange Freude am Kunstwerk und der damit verbundenen Erinnerung hat.
  • Dekoration der Kirche
    Besonders schön sind mit Blumen geschmückte Kirchen. Bei der Dekoration der Bänke können die Familien viel selbst übernehmen, beispielsweise kleine Blumensträuße selbst binden oder einzelne Blumen anbringen.
  • Dokumente bereitlegen
    Für den besonderen Tag sollten rechtzeitig alle Dokumente bereit gelegt werden. Das heißt: Geburtsbescheinigung, Personalausweise und Taufscheine aller Beteiligen (Eltern und Paten), Heiratsurkunde und die Bescheinigung der Kirchenzugehörigkeit der Paten sollten unbedingt zur Hand sein, damit der große Tag nicht plötzlich ins Wasser fällt.

Für die Gestaltung der Taufe können sich Eltern ruhig etwas Hilfe suchen. Paten freuen sich, wenn sie bei der Organisation oder Planung der Taufe den Eltern zur Hand gehen können. So können Sie beispielsweise beim Einkauf der Taufkleidung, beim Basteln der Taufkerze oder bei der Dekoration der Kirche mitwirken.

 

In der Checkliste für die Taufe alles abgehakt? Dann können Eltern gut vorbereitet ein Fest genießen, dessen christliche Bedeutung enorm ist, denn die Taufe ist neben der Aufnahme in eine Kirchengemeinde Grundstein aller späteren Sakramente.

 


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Kommentare

Taufe – Wann haben die Kinder das ideale Alter? 14. Mai 2014 um 07:14

[…] weiter zum Artikel “Vorbereitungen für die Taufe” […]

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