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Welche Anträge sollte man vor der Geburt stellen?

Eigentlich sollten die letzten Tage der Schwangerschaft besonders ruhig für die werdende Mutter sein. Mama und Papa können die entspannten, kinderlosen Tage vor der Geburt genießen und sich auf das große Ereignis vorbereiten. Doch genau dieses Vorbereiten kann einen ganz schön verrückt machen. Denn genau kurz vor und nach der Geburt gilt es an einiges zu denken. Neben der Krankenhaus-Tasche gibt es in manchen Fällen gar nicht wenig Papierkram. Und genau dieser Papierkram mag auch nach dem freudigen Tag nicht aufhören. Denn dann geht’s erst richtig los. Es lassen sich aber bereits viele Anträge vor Geburt vorbereiten.

Welche Anträge vor Geburt?

Elternzeit beantragen

Beide Elternteile haben nach der Geburt die Möglichkeit Elternzeit zu nutzen. Dieser Anspruch gilt maximal drei Jahre lang und muss vor Geburt beim Arbeitgeber angemeldet werden. Die Grenze hierfür ist der Beginn der Mutterschutzfrist. Also: spätestens sieben Wochen vor Geburt! Eine Berrechnung des Elterngeldes und zahlreiche Informationen entsprechend der Bundeslänger findet man unter www.elterngeld.net

Mutterschutzzeit beim Arbeitgeber angeben

Die Mutterschutzzeit kann man bereits im dritten Schwangerschaftsmonat formlos beantragen. Dieser Zeitpunkt ist aufgrund der doch recht hohen Fehlgeburten-Rate in den ersten 12 Wochen gewählt. Hat man vom Frauenarzt eine kurze Erklärung über den vorraussichtlichen Entbindungstermin (VET) erhalten wird der Mutterschutz für sechs Wochen vor und acht Wochen nach diesem Termin festgelegt. In dieser Zeit erhält die Mutter Mutterschutzgeld. Kommt das Kind nicht zum errechneten Termin zur Welt (was auch nur 4 Prozent aller Kinder tatsächlich tun), so wird dieser Zeitrahmen entsprechend angepasst.

Mutterschaftsgeld beantragen

Ein weiterer Antrag vor der Geburt um den man sich kümmern sollte, ist das Mutterschaftsgeld. Es sollte noch vor Beginn der Mutterschutzfrist (sechs Wochen vor Geburt) beantragtwerden. Zuständig hierfür ist die eigene Krankenkasse. Viele weitere Informationen zum Mutterschaftsgeld findet man unter www.mutterschaftsgeld.de

Vaterschaft anerkennen, wenn Mutter und Vater nicht verheiratet sind

Um ein gemeinsames Sorgerecht auch ohne Ehe zu erhalten, gilt es das Jugendamt oder einen Notar aufzusuchen und vorab eine Erklärung bzw. einen Antrag vor Geburt abzugeben. Dies kann auch bei Problemen während der Geburt wichtig werden, da sonst der Vater bis zur Anerkennung kein Mitspracherecht, sprich also auch kein Sorgerecht für das Kind besitzt.

Unterlagen für den Antrag Elterngeld zurecht legen

Um sich nach der Geburt das mühevolle Zusammensuchen der Unterlagen zu ersparen, ist es ratsam, dies bereits vor dem Entbindungstermin zu tun. Zwar ist es nicht möglich diese Anträge vor Geburt des Kindes abgegeben, doch man fühlt sich wesentlich entspannter, wenn die große Vorarbeit bereits geleistet ist. Zeit für den Antrag ist dann bis drei Monate nach der Geburt, da so lange auch rückwirkend bezahlt wird. Auf der Seite des Bundesfamilienministeriums findet man weitere zahlreiche Informationen zur Thematik.


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Kommentare

16. SSW (Schwangerschaftswoche) – ein kleiner Schmetterling? 16. August 2013 um 12:05

[…] sinnvoll, sich bereits vor der Geburt des Kindes über mögliche Rollenmodelle (auch bezüglich der Elternzeit), Erziehungsschwerpunkte oder finanzielle Themen […]

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