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Erste Schwangerschaftsanzeichen
– das sagen sie wirklich aus

Die Foren sind voll davon. Egal ob Kinderwunschforum oder gutefrage.net –  Fragen in die Gemeinschaft zu möglichen ersten Schwangerschaftsanzeichen gibt es schier unendlich. Verständlich, ist eine Schwangerschaft doch etwas lebensveränderndes, ganz gleich ob für den Betroffenen nun im positiven oder negativen Sinne.

Ein Schwangerschaftstest gilt als verlässlich, insbesondere darin eine Schwangerschaft fast sicher zu bestätigen, doch ist er erst ab dem Ausbleiben der Regel (d. h. im Fall der Fälle ab der 5. SSW) zuverlässig.

Was aber, wenn Frauen gar nicht wissen, wann die letzte Regelblutung war, diese besonders unregelmäßig ist oder man sich schon lange vor dem Ausbleiben Sorgen über (oder Hoffnung auf) eine mögliche Schwangerschaft macht? Ja, genau dann eben erscheinen jene Fragen in den diversen Frage-Antwort-Portalen oder Foren. Eine zuverlässige Antwort findet man hier natürlich nicht, schon gar nicht mit einer Diagnose aus der Ferne. Jedoch kann man anhand der Überprüfung einiger möglicher Schwangerschaftsanzeichen die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft eher einschätzen.

Bin ich schwanger?

Circa fünf Tage nach einer möglichen Befruchtung ist es theoretisch für eine Frau möglich, etwas von einer Schwangerschaft zu spüren. Dann nämlich nistet sich der Embryo in die Gebärmutter ein.

Typisch für eine Frühschwangerschaft sind folgende erste Schwangerschaftsanzeichen in den ersten Wochen

  • Ausbleibende Regelblutung
  • Übelkeit
  • empfindliche, kribbelnde, geschwollene Brüste
  • häufiger Harndrang
  • Heißhungerattacken
  • Veränderungen der Hautfärbung an den Brustwarzen und/oder zwischen Bauchnabel und Schambein
  • Gemütsveränderungen
  • Kreislaufprobleme
  • vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Ausfluss
  • erhöhte Körpertemperatur (Basaltempertur)

Viele dieser Symptome sind aber nicht nur ausschließlich Symptome einer Schwangerschaft. Stattdessen können sie auch Begleiterscheinungen vieler anderer Erkrankungen oder womöglich gar nur ein Resultat eines starken Kinderwunsches oder enormer Ängste bzgl. einer Schwangerschaft sein.

Ausbleiben der Regelblutung

Viele Frauen denken erst über eine mögliche Schwangerschaft nach, wenn ihre Monatsblutung ausgefallen ist bzw. sich zumindest deutlich verspätet.

Natürlich ist das bei einer gesunden Frau ein relativ sicheres Anzeichen. Die befruchtete Eizelle muss ja nun nicht mehr ausgeschieden werden, sondern darf es sich in der Gebärmutter gemütlich machen. Das jedoch kann in etwa nach einer Woche in der Tat auch noch einmal zu einer Blutung, der sogenannten Einnistungsblutung, führen. Diese tritt wenige Tage nach der Befruchtung, also noch vor der erwarteten Regelblutung auf und kann deshalb  Frauen, die sich schon sehr über eine mögliche Schwangerschaft gefreut haben, oft wieder ein wenig verunsichern oder aber sogar in Unruhe versetzen.

Das Ausbleiben der Regel kann neben einer möglichen Schwangerschaft allerdings eine Vielzahl anderer Ursachen haben. So können zahlreiche Erkrankungen, Stress, emotionale Belastungen, die Einnahme von Medikamenten oder hormonelle Störungen ebenso verantwortlich für das Ausbleiben sein.

Wenn eine Frau die Pille nimmt, kann es hingegen sein, dass sie trotz einer Schwangerschaft ihre Periode weiterhin ganz regelmäßig hat. Was zu dem Umkehrschluss führt: Das Eintreten der Regelblutung ist kein sicheres Zeichen dafür, nicht schwanger zu sein. Darum ist es immer von Vorteil, seinen Körper gut zu beobachten, um auch andere Signale erkennen zu können.

Übelkeit

Die Übelkeit gilt als typisches Anzeichen einer Schwangerschaft. Besonders in den ersten 12 Wochen sind werdende Mütter extrem geruchsempfindlich. Viele klagen über ein unangenehmes Gefühl im Magen oder müssen sich übergeben. Die Schwangerschaftsübelkeit kann häufig sogar zu einer Gewichtsabnahme im ersten Trimester der Schwangerschaft führen, wenn Betroffene kaum noch etwas bei sich halten können.

Übelkeit kann ihren Ursprung aber auch in vielen anderen Ursachen haben. So können beispielsweise auch eine Lebensmittelunverträglichkeit, der Verzehr von verdorbenen Speisen oder eine Erkrankung (wie Magen-Darm-Grippe) ursächlich für die Übelkeit sein.

Kreislaufprobleme

Kreislaufbeschwerden sind zwar typisch für die Schwangerschaft, da sie in Folge der erhöhten Blutbildung und der hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft auftreten, können allerdings auch beispielsweise durch einen bisher unerkannten Bluthoch- oder unterdruck, einer Schildrüsenfehlfunktion oder anderen Erkrankungen hervorgerufen werden.

gespannte, empfindliche Brüste

Nicht alle Schwangeren stellen als eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen ein Brustwachstum oder Spannungsgefühl in den Brüsten fest. Viele jedoch bemerken tatsächlich diese Veränderung ihres Körpers als eine der ersten. Die Brüste jucken, da die Haut unter Spannung steht, manche leiden für ein paar Wochen gar unter starken Schmerzen durch die Bewegung des Gewebes beim Gehen oder reibender Kleidung an den Brustwarzen.

Ein solches Beschwerdebild muss aber kein sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, da es mitunter typisch für das Prämenstruale Syndrom (PMS) ist, bei dem Beschwerden wie spannende Brüste, Übelkeit oder Kopfschmerzen mit dem baldigen Eintritt der Regelblutung einher gehen.

häufiger Harndrang

Ein häufiger Harndrang in den ersten Wochen einer Schwangerschaft ist eigentlich nur selten zu bemerken. Zwar ist die Urinproduktion bzw. die Funktion der Blase durch den Hormonumschwung zu Beginn einer Schwangerschaft tatsächlich verändert, wird jedoch meist selten von den werdenden Müttern bemerkt. Später in der Schwangerschaft liegt die Ursache für den Harndrang mehr beim Baby, dass nun durch die Größe Druck auf die Blase ausübt und diese verdrängt. Das Volumen nimmt ab und die Schwangere muss gezwungenermaßen häufiger zur Toilette.

Häufiger Harndrang kann allerdings auch Folge einer Blasenentzündung oder von Nierenproblemen sein. Auch vermehrtes Trinken oder eine besonders entwässernde Ernährung können zu einem erhöhten Harndrang führen.

Heißhunger

Saure Gurken und Schokolade sind der Inbegriff der klischeehaften Ernährung einer Schwangeren. Tatsächlich leiden viele Frauen, wenn sie schwanger sind, unter seltsamen Geschmacksverirrungen, haben Appetit auf bisher gemiedene Speisen oder einfach vermehrten Hunger. Heißhungerattacken während der Schwangerschaft sind oft ein Anzeichen für einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel des Körpers, der diesen dann möglichst schnell auszugleichen versucht. Doch wie viele andere vermeindlich erste Schwangerschaftsanzeichen ist auch dieses kein besonders verlässliches. Auch Heißhunger kann mit dem prämenstruellen Syndrom in Zusammenhang stehen oder einfach eine völlig willkürliche Veränderung des Appetits sein.

Veränderungen der Hautfarbe an Brustwarzen und der Bauchdecke

Dabei handelt es sich um recht zuverlässige Schwangerschaftsanzeichen, die allerdings nicht in der Frühschwangerschaft, sondern meist erst im späteren Schwangerschaftsverlauf auftreten, wenn die Schwangerschaft normalerweise schon lange aufgrund einer ausgebliebenen Regelblutung oder anderen Symptomen bemerkt und vom Frauenarzt bestätigt wurde. Die Veränderung der Hormone in der Schwangerschaft sorgen in den weiteren Monaten für das Dunklerwerden der Brustwarzen. Der Brustwarzenvorhof wird größer und dunkler, damit das Baby, dass nach der Geburt noch sehr schlecht sehen kann, später leichter zur Brust findet. Auch die Linea Nigra, eine dunkle Linie vom Bauchnabel bis hin zum Schambein ist das Ergebnis einer Schwangerschaft.

Müdigkeit

Natürlich ist die Müdigkeit ein sehr allgemeines Symptom und kann unendlich viele Ursachen haben. In der Schwangerschaft jedoch wird sie begleitet von einer – meist angenehmen – Schwere und kann auch nicht durch vermehrtes Schlafen grundlegend verringert werden. Der Körper braucht schon in der Frühphase der Schwangerschaft viel Kraft für die Veränderungen, und die holt er sich in ausreichendem Schlaf, wenn man ihn lässt.

Gemütsveränderungen

Ist die Schwangerschaft bereits bekannt wirken Frauen häufig völlig verändert. Sie lassen sich in zwei Lager einteilen:

  • Gehobene Laune
    Wer unter dem prämenstruellen Symptom leidet und dabei seine regelmäßigen Launen hat, kann sich in der Schwangerschaft möglicherweise über ein ausgeglichenes Temperament freuen. Nicht selten passiert es, dass die Frau sich plötzlich rundum wohl fühlt. Die größeren Brüste verleihen ihr ein bisschen das Aussehen von Dolly Buster; Haut und Haare sind dem Zyklus nicht mehr unterworfen und sie fühlt sich einfach nur geliebt, wunderschön und wertvoll, weil in ihr ein neues Leben, ein echtes Baby, heranwächst.
  • Verstimmungen
    Natürlich kann das Lebensgefühl – gerade in den ersten Monaten – auch sehr unter der Schwangerschaft leiden. Plötzlich muss man sich morgens ständig übergeben oder dauernd zur Toilette rennen. Die Brüste spannen oder kribbeln unangenehm. Ein Ziehen in den Eierstöcken tritt schmerzhaft auf. Oder man hat einen Ausfluss, der einem besonders unangenehm ist.

Doch auch ohne die offensichtlichen Begleitererscheinungen der Schwangerschaft, die zu einem veränderten Aussehen oder Beschwerden führen, die die Laune verdunkeln oder aber verbessern, ist auch an Frauen, die nichts von ihren anderen Umständen wissen häufig eine Veränderung zu bemerken. Das Hormonchaos, dass durch die Umstellung des Körpers verursacht wird, hat auch Einfluss auf das Gemüt. So fühlen sich manche Frauen grundlos zu Tode betrübt, sind besonders reizbar oder aggressiv. Eine solches Veränderung des eigentlichen Charakters wird allerdings oft mehr von den Mitmenschen, als von einem selbst bemerkt.

Doch auch das Gefühlschaos ist kein sicheres Schwangerschaftsanzeichen. Es kann, wie auch das Spannen der Brüste beispielsweise, Nebenwirkung der prämenstruellen Phase vor dem Eintritt der Regelblutung sein oder Folge von Stress, emotionaler Belastung oder Überarbeitung sein.

Ausfluss

Viele werdende Mütter bemerken in der Schwangerschaft einen erhöhten Ausfluss. Dieser ist dem Abwehrsystem des eigenen Körpers geschuldet. Um möglichst viele Keime auszuschwemmen und Bakterien wenig Angriffsfläche zu bieten reinigt sich der Unterleib sozusagen möglichst häufig selbst.

Ein vermehrter Ausfluss kann allerdings auch zahlreiche andere Ursachen haben. Besonders übelriechender oder gelblicher, bzw. brauner Ausfluss kann Zeichen einer Infektion oder eines Genitalpilzes sein, den es zu behandelt gilt.

erhöhte Basaltemperatur

Die Körpertemperatur schwangerer Frauen ist höher, als die einer „normalen“ Frau. Sollte man also regelmäßig die eigene Körpertemperatur messen (am besten jeden Morgen zur selben Zeit), so kann ein dauerhafter Temperaturanstieg (über ca. 20 Tage nach Befruchtung des Ei’s) ein recht sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft sein, sofern andere Symptome auftreten. Denn, eine erhöhte Körpertemperatur kann auch Zeichen einer Erkrankung, z.B. eine einfache Erkältung sein.

Die Sache mit der Zuverlässlichkeit der Schwangerschaftsanzeichen


Viele Frauen wünschen sich so sehr ein Baby, dass sie sich einige dieser Schwangerschaftsanzeichen lediglich einbilden.

Andere bemerken die zahlreichen möglichen Anzeichen für eine Schwangerschaft Woche für Woche gar nicht und werden erst von einer übermäßig lang ausbleibenden Regel oder womöglich erst bei einer Routine-Untersuchung auf eine Schwangerschaft hingewiesen.

Doch auch das Ausbleiben dieser Schwangerschaftsanzeichen kann Frauen in Sorge versetzen. Dann nämlich, wenn schwangere Frauen oder jene mit Kinderwunsch das jene Schwangerschaftsanzeichen vermissen. Doch nicht jede Schwangere bemerkt Veränderungen des eigenen Körpers, häufig sind diese auch kaum spürbar oder finden lediglich etwas später statt. Das Gespräch mit dem Frauenarzt kann hier bei Unsicherheiten helfen.

Wirklich Verlass ist auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstestes bzw. eine Blutuntersuchung beim Frauenarzt auf einen möglicherweise erhöhten HCG-Wert, der wirklich aussagekräftig ist. Dieser wird auch während der Schwangerschaft stets im Auge behalten.  Letzten Endes gibt neben der Blutuntersuchung ein Ultraschall Sicherheit ob sich ein Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat.

 


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