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Diabetes in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft führen Frauenärzte und Hebammen zahlreiche Untersuchungen durch. Das kann manchmal ganz schön nervig sein. Doch das regelmäßige Kontrollieren von Blut und Urin ist wichtig für die Gesundheit der Mutter und des Babys. Neben diesen üblichen Untersuchungen, die bei jedem Vorsorgetermin stattfinden, empfehlen fast alle Ärzte weiter Untersuchungen, wie Tests auf Herpes-Viren wie Toxoplasmose (Übertragung beispielsweise durch Katzen-Kot), Zytomegalie oder eben Schwangerschaftsdiabetes. Von Schwangerschaftsdiabetes sprechen Mediziner, wenn während einer Schwangerschaft erstmalig ein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt wird. Sie tritt bei 2 bis 14 % der Schwangeren auf und verliert sich in der Regel nach der Entbindung wieder. Beim Diabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, genügend Insulin zu produzieren. Dieses Hormon regelt die Zuckermenge im Blut. Der Körper deaktiviert überschüssigen Zucker. Hormonveränderungen während der Schwangerschaft können dazu führen, dass zu wenig Insulin produziert wird und der Blutzuckerspiegel sich dadurch erhöht.

Wie hoch ist das Risiko Diabetes in der Schwangerschaft zu bekommen?

Nicht jede Frau bekommt während der Schwangerschaft Diabetes.

Risikofaktoren sind:

  • Übergewicht
  • Spätgebährende
  • Frauen, deren nahe Verwandte (Geschwister, Eltern) Diabetes haben
  • Wenn in einer früheren Schwangerschaft Diabetes aufgetreten ist

Diagnose Schwangerschaftsdiabetes

Betroffene Frauen bemerken nicht immer, dass sie in der Schwangerschaft unter Diabetes leiden. Gewisse Anzeichen können aber ein Hinweis sein:

  •  verstärkter Durst
  • häufiger Harndrang
  • Gewichtsverlust und ständige Müdigkeit

Der Schwangerschaftsdiabetes wird durch einen Zuckerbelastungstest festgestellt. Bei diesem bekommen die werdenden Mütter auf nüchternen Magen in gewissen Abständen (Dauer in etwa 2 Stunden) eine zuckerhaltige Flüssigkeit zu trinken. Anschließend wird der Blutzucker mittels eines Schnelltestes gemessen um nachzuvollziehen, wie schnell der eigene Körper den Zucker abbaut.

Beeinflusst Diabetes die Schwangerschaft?

Dem Baby kann die Krankheit nichts anhaben, solange die werdende Mutter auf sich Acht gibt und die Ratschläge des Arztes befolgt. Allerdings kann das Baby durch den Zucker, der statt wie üblich schnell abgebaut zu werden, über die Plazenta auch in hohem Maße in den Blutkreislauf des Kindes gelangt, sehr groß und schwer werden. Wehen und Geburt können sich dadurch erschweren, die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt nimmt zu. In seltenen Fällen kommt es vor, dass Baby’s von Diabetikerinnen die Neugeborenengelbsucht bekommen, die jedoch schnell und gut behandelt werden kann.

Wird der Diabetes nicht erkannt und behandelt, kann dies zu späteren gesundheitlichen Folgen bis hin zu schweren Stoffwechselerkrankungen für das Kind kommen. Zwar sind schwere bzw. tödliche Erkrankungen selten, dennoch ist es ratsam, den Schwangerschaftsdiabetes behandeln zu lassen.

Behandlung von Diabetes in der Schwangerschaft

Frauenärzte geben verschiedene Ratschläge, wie der Blutzuckerspiegel gesenkt werden kann.

  • Ernährungsumstellung
    Eine Analyse der Essgewohnheiten zeigt, ob und wie die werdende Mutter ihre Ernährung umstellen muss. Zuckerhaltige Nahrungsmittel sollten gegen Vollkornprodukte ausgetauscht werden.
  • Sport
    Täglich 30 Minuten Sport hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken. Arzt oder Hebamme können dazu Tipps geben, welche Sportarten für Schwangere geeignet sind.
  • Behandlung durch Insulingabe
    In den wenigsten Fällen sind Insulin-Injektionen notwendig.

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Kommentare

späte Schwangerschaft – hohes Risiko? 15. April 2014 um 13:04

[…] dem Alter steigt das Risiko in vielen Bereichen, wie beispielsweise Gestose oder Schwangerschaftsdiabetes zu […]

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