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Blutungen in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft stellt für den eigenen Körper immer einen Ausnahmezustand dar. Denn, nun muss er nicht nur einen Organismus versorgen, sondern übernimmt für lange Zeit die Funktionen zweier Leben. Der Hormonhaushalt wird umgestellt, die Milchproduktion angeregt und und und… also viele Dinge, auf die sich der Körper nun erst einmal einstellen muss.

Schwangerschaften sind noch dazu so individuell wie jeder Mensch es selbst schon ist. Eine Schwangerschaft verläuft (wie Mehrfach-Eltern sicherlich selbst wissen) keineswegs nach „Schema F“ – außergewöhnliche Vorkommnisse treten bei vielen Frauen auf. Jede Veränderung des Körpers oder unerwartete Ereignisse, die so nicht im Buch über den Ablauf einer gewöhnlichen Schwangerschaft stehen, sind erst Angst einflößend und machen leider auch nicht immer ohne Grund Sorgen. Schließlich wächst während der Schwangerschaft etwas in uns heran, neues Leben dass wir uns so sehr gewünscht haben oder das wir lieben gelernt haben, auch wenn es sich unerwartet auf den Weg gemacht hat. So ist die erste Angst einer schwangeren Frau bei unerwarteten Blutungen meist die vor einer Fehlgeburt. Doch nicht immer muss bei Blutungen gleich das Schlimmste befürchtet werden. Jegliche Blutungen sollten frühzeitig abgeklärt werden, um diese Möglichkeit auszuschließen und um die Mutter auch für die weitere Zeit der Schwangerschaft zu beruhigen.

Blutungen und ihre möglichen Ursachen

Grundsätzlich können bei jeder Schwangeren Blutungen auftreten. Diese Blutungen können entweder völlig harmlos sein oder aber erste Anzeichen für eine tatsächliche Komplikation bieten. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft, wenn sich der Körper noch nicht vollständig auf die neuen Umstände eingestellt hat, berichten viele Betroffene von entsprechenden Blutungen. Dies können leichte Monatsblutungen sein, die aber in der Regel im ersten Trimenon abklingen. Es gibt aber leider auch einige Aspekte, die mit Blutungen in Verbindung stehen können und unbedingt zeitnah abgeklärt werden sollten.

Blutungen können Hinweise liefern auf:

  • Eileiterschwangerschaft
    Hier treten in der Regel nur leichte und frische Blutungen auf. Entsprechende Schwangerschaftstests geben zwar einen positiven Befund an, die befruchtete Eizelle hat sich jedoch im Eileiter eingenistet und ist nicht bis in die Gebärmutter vorgedrungen (es besteht die große Gefahr, dass der Eileiter platzt – eine lebensbedrohliche Situation für die Frau!).
  • Ektopie
    Diese Blutungen treten meist in Folge von Geschlechtsverkehr auf. Wenn sich die Gebärmutterschleimhaut dabei auf den Muttermund schiebt, kommt es zu sogenannten Kontaktblutungen, die aber völlig harmlos und ungefährlich sind.
  • Plazentaablösung
    Innere Blutungen können sowohl für das Kind als auch für die Mutter lebensbedrohlich werden. Meist ist die Blutung bei einer Plazentaablösung nach Außen nicht sehr stark, weshalb die bedrohliche Lage oft erst sehr spät bemerkt wird. Grund für eine Plazentaablösung sind häufig Stöße oder Stürze. Die Hämatome, die sich hinter der Plazenta bilden, sorgen für eine Ablösung. Auch hoher Blutdruck oder ein vorzeitiger Blasensprung können dazu führen. Es gilt: Möglichst schnell ins Krankenhaus.
  • Plazenta praevia
    Das Verrutschen der Plazenta über den Muttermund sorgt dafür, dass ein sofortiger Kaiserschnitt von Nöten sein kann. Ursache hierfür können vorzeitige Wehen oder übermäßige Anstrengung sein.
  • Windei
    Dabei hat sich eine Eizelle in der Gebärmutter eingenistet, welche jedoch nicht befruchtet ist.
  • Fehlgeburt / Abgang
    Die wohl schrecklichste Ursache für Blutungen in der Schwangerschaft. Sie sind bei einer Fehlgeburt meist stärker, da der gesamte Embryo vom Körper abgestoßen und über die Blutung ausgeschieden wird. Frauen leiden dann meist zusätzlich unter Krämpfen und starkem Ziehen im Unterleib.

Blutungen – Was nun?

Treten in der Schwangerschaft Blutungen auf, so sollte sich jede Betroffene zeitnah an ihre Frauenärztin wenden, die dann im Normalfall schnell durch den Ultraschall den Grund für die Blutungen ermitteln kann. Sie kann dann sofort entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht (zum Beispiel eine OP) oder ob es sich um eine harmlose Zwischenblutung handelt.

Man sollte nicht zögern bei Unsicherheiten Rat der betreuenden Ärzte einzuholen. Denn, in jedem Fall sorgt eine frühzeitige Untersuchung entweder für schnelle Hilfe oder schnelle Entwarnung. Beides ist wichtig um weiterhin eine gesunde Schwangerschaft erleben zu können. Denn alleine die Sorge um das Baby kann so viel Stress verursachen, dass Mutter und Baby durchaus schaden nehmen können.


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Kommentare

Svenja 21. Mai 2014 um 15:44

Ich würde bei einer Bluting in der SChwangerschaft auch sofort einen Arzt aufsuchen. Lieber einmal zu viel nachschaun, als einmal zu wenig…

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