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Sport mit Baby – Mit Baby wieder fit werden

Die meisten von uns kennen das Phänomen. Kaum der positive Schwangerschaftstest in der Hand, schon wird der neue Umstand genüsslich als Ausrede genutzt um sich nunmehr möglichst wenig bewegen zu müssen. Während eher wenige Schwangere noch den großen Drang verspüren sich auch in der Schwangerschaft sportlich zu betätigen, was vor allem aus gesundheitlichen Aspekten  empfohlen wird, neigen die meisten doch eher dazu träge zu werden. Spätestens nach der Schwangerschaft aber packen wir den inneren Schweinehund am Kragen, warten doch schließlich alle darauf, dass wir nun zu alter Form zurück kehren. Vor allem wir selbst sehnen uns nach einem flachen Bauch und der alten Bikini-Figur zurück. Nur: Das Leben hat sich mit der Geburt eines Babys schlagartig verändert. Aus einem selbstbestimmten Leben ist nun ein fremdbestimmtes geworden. Der Alltag richtet sich nun nach einem fremden Menschen, der auf unsere Hilfe angewiesen ist. Für viele ist dieser Umstand bereits das Aus aller Vorsätze und der Sport muss warten, bis die Kleinen wenigstens in so weit selbstständig werden, dass auch der Vater sie alleine über einen gewissen Zeitraum betreuen kann. Doch Sport mit Baby ist nicht unmöglich. Viele Sportarten lassen sich gemeinsam mit dem Baby vollbringen. Neben mittlerweile zahlreich angebotenen Kursen unter dem Motto „Sport mit Baby“, die man auch oder sogar nur seinem Kind besuchen kann, gibt es auch viele weitere Möglichkeiten, die man alleine mit seinem Baby in die Tat umsetzen kann.

Der ideale Sport mit Baby – Welche Sportarten sind optimal für Mutter und Baby?

Ca. 6 Wochen nach der Schwangerschaft kann die Mutter schon mit Pilates oder Yoga beginnen. Je nach dem ob die Geburt per Kaiserschnitt verlief, kann sich diese Zeit auch noch verlängern um die Narben zu schonen und den Heilungsprozess nicht zu stören. Nach zu Beginn eher weniger intensiven Sportarten wie Yoga oder Pilates, kann man nach einigen Monaten auch schon mit beckenbodenbelastenderem Sport, wie dem Laufen oder Joggen beginnen. All diese Arten von Sport und einige weitere lassen sich heute auch trotz oder sogar gerade besonders gut mit Baby ausüben.

  • Kangatraining
    Beim Kangatraining befindet sich das Baby in einer Tragehilfe vor der Brust der Mutter. Viele unterschiedliche Übungen ähnlich einiger Übungen aus dem Bereich Aerobic, stärken die Muskulatur der Mutter und die Ausdauer. Das speziell auf frisch gebackene Mütter zugeschnittene Sport-Programm orientiert sich dabei immer an den Bedürfnissen genau dieser. Das Baby wirkt dabei als zusätzliches Gewicht und ist zeitgleich ganz nah bei der Mutter. Der schöne Nebeneffekt ist, dass selbst unruhige Kinder durch das Schaukeln während dem Sport mit Baby schnell beruhigt werden.
  • Joggen mit dem Babyjogger oder Buggyfitness
    Möchte man als Mutter ohne großen Fahraufwand und mit eigener Zeiteinteilung fit bleiben, so ist dies eine besonders einfache Variante. Da Spaziergänge mit dem Baby eh auf der Tagesordnung stehen, kann man eine Jogging- oder Walkingeinheit jederzeit einbauen. Wichtig beim Joggen mit Baby ist ein entsprechender Kinderwagen. Meist sind die dreirädrigen Wägen für den Sport (zwei Räder hinten und nur eines vorne) besonders stabil hergestellt, damit sie auch bei schnelleren Fahrten nicht kippen. Zudem ermöglicht die Anordnung der Reifen einen entspannten Lauf. Aber auch ohne speziellen Kinderwagen und weg vom Joggen können junge Mütter beim Spaziergang jederzeit Übungen für den ganzen Körper machen. Klar, allein wirkt diese Form von Betüchtigung etwas albern.Gemeinsam mit anderen Müttern aber oder gar in einem Sportkurs, beispielsweise dem Buggy-Fitness, ist es wesentlich weniger seltsam. Man nutzt beim Spazierengehen automatisch die Gelassenheit der Babys im Kinderwagen und kann so richtig fit werden. Was braucht es dafür? Lediglich einer netten Strecke, beispielsweise einem Park, ein paar Sitzbänke und vor allem ein paar gute Beispiele für Übungen. Die findet man entweder durch die Anleitung eines Trainers, in Fitnessbüchern oder heute auch in Sport-Apps auf dem Handy.
  • Yoga
    Eine ruhige Variante für Sport mit Baby ist Yoga. Der Körper wird hier eher langsam und schonend gekräftigt und insbesondere der Körperkontakt mit dem Baby steht im Vordergrund. Denn dieser vermittelt auch unruhigen, eher problematischen Babys Ruhe und Geborgenheit. Außerdem wird das Wahrnehmungsvermögen weiterentwickelt und die Nackenmuskulatur des Babys gestärkt.
  • Wandern mit Baby
    Die Anforderungen sind auch hier wieder sehr gering. Im Grunde ist eine einfache Wandertour nichts anderes als ein langer Spaziergang. Die meisten Wege sind auch mit Kinderwagen leicht zu bewältigen. Schwierigere Passagen oder Routen können auch mit einer Babykraxe bewältigt werden. In solchen Tragerucksäcken für Baby und Kinder lassen sich die kleinen Passagiere wunderbar auf dem Rücken mitnehmen und auch unebene Wege überwinden. Die frische Luft und die Bewegung schadet dabei weder der Mutter, noch dem Kind.
  • Radfahren mit Anhänger
    Fahrradfahren ist auch mit kleinen Kindern und Babys kein Problem. Bis die Kinder selbst fahren können, lassen sie sich wunderbar in Anhängern oder Fahrradsitzen befördern und so sind auch lange Radtouren mit regelmäßigen Pausen kein Problem. Die immer günstiger werdenden Anhänger beherbergen das Baby sicher und bequem und einem Ausflug mit dem Fahrrad steht nichts mehr im Wege.

Schon kurz nach der Geburt gibt es zahlreiche Möglichkeiten für das Ausüben von Sport mit Baby. Egal ob als zusätzliches Gewicht für Turn- und Gymnastikübungen oder als Begleiter auf Rad- und Lauftouren. Wie auch in den nächsten vielen Monaten und Jahren gilt es das Baby so mit in den Alltag zu integrieren, dass es sowohl dem Baby, als auch einem selbst gut geht, um sich als eigene Person mit ganz eigenen Wünschen und Bedürfnissen nicht zu geiseln.


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