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Wirkung von Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Mönchspfeffer (lat. vitex agnus-castus) wird von der Wissenschaft auch als Keuschlamm bezeichnet und der Gruppe der Eisenkrautgewächse (lat. verbenaceen) zugerechnet. Er ist in Süd-Westasien, im Mittelmeerraum und auf der Krim zu Hause und kann eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen. Besonders die Früchte, die in Geschmack und Optik dem Pfeffer zum Würzen sehr ähnlich sind, wurden bald von Klostermönchen in geschroteter Form als Ersatz für echten und im Mittelalter sündhaft teuren Pfeffer eingesetzt. Dabei stellte sich schnell neben dem Geschmack eine weitere besondere Wirkung heraus.

Als Heilpflanze bereits seit Jahrhunderten sehr geschätzt

Im Mittelalter wurde Mönchspfeffer neben dem Geschmack noch aus ganz anderen Gründen sehr geschätzt. So sagt man, dass er Nonnen und Mönchen bei der Abkehr von unkeuschen Gedanken und verbotenen Gelüsten helfen konnte. Die lateinische Bezeichnung agnus castus bedeutet zu deutsch so etwas wie „keusches Lamm“, was wohl eindeutig darauf hindeutet, dass Mönchspfeffer eine Wirkung zugeschrieben wurde, die dafür sorgte, dass der menschliche Geschlechtstrieb schwächer wurde. Seit Jahrtausenden wird Mönchspfeffer von Mönchen und weisen Frauen aber eher als Heilpflanze geschätzt und eingesetzt. Besonders Frauen mit Unterleibs- und Brustbeschwerden während der Periode oder starken Zyklusschwankungen sind dankbar für die starke Wirkung dieser sagenumwobenen Pflanze. Generell wird Mönchspfeffer häufig zur Behandlung des sogenannten prämenstruellen Syndroms verschrieben.

Mönchspeffer und seine Wirkung bei Kinderwunsch

Moderne Forschungen bestätigen nicht unbedingt die These der Mönchspfeffer helfe bei unkeuschen Gedanken. Viel eher scheint er eine gegenteilige Wirkung zu haben. So wird er heute gern bei Paaren eingesetzt, die bereits lange Zeit einen Kinderwunsch hegen und nun endlich zum Ziel ihrer Wünsche kommen wollen. Wissenschaftler bestätigen durch Studien, dass ein Eintreten der Schwangerschaft durch die Wirkung der Pflanze positiv beeinflusst werden kann.

Zyklusregulierende Wirkung

Eine der Ursachen unerfüllter Kinderwünsche ist bei vielen eine hormonelle Störung oder eine Gelbkörperschwäche, die den Zyklus der Frau stark verkürzt und häufig sogar verhindert, dass überhaupt ein Eisprung stattfindet. Ein solch verkürzter Zyklus kann durch die Einnahme von Mönchspfeffer Präparaten verlängert werden. Der Mönchspfeffer fördert die Bildung des Gelbkörperhormons, der Gestagene und sorgt damit für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. So baut sich durch die Einnahme von Mönchspfeffer die Schleimhaut in der Gebärmutter länger und damit stärker auf, das befruchtete Ei hat somit bessere Chancen und mehr Zeit sich einzunisten.

Mit modernen medizintechnischen Methoden werden heute Extrakte hergestellt, die auf reifen und später getrockneten Mönchspfeffer-Früchten basieren. Diese Extrakte sollten in Form von Tropfen, Pillen oder Tabletten regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Ist die beim Kinderwunsch positive Wirkung von Mönchspfeffer für den restlichen Körper unbedenklich?

Nicht alle Frauen können Mönchspfeffer einnehmen um ihren Kinderwunsch zu unterstützen. Für Frauen mit einem sehr langen Zyklus beispielsweise wäre die Einnahme eher kontraproduktiv, weil die Zunahme von Gestagen durch den Mönchspfeffer die Follikularphase noch mehr verlängert. Auch sehr junge Frauen sollten eher von einer Einnahme absehen. Abgesehen vom Kinderwunsch wird die Einnahme auch nicht empfohlen, wenn man stillt, bereits schwanger ist oder an einer Krankheit leidet, die im Zusammenhang mit Geschlechtshormonen steht, wie beispielsweise Brustkrebs oder andere verschiedene Tumore.

Als Nebenwirkung bei der Einnahme von Mönchspfeffer muss man gelegentlich mit Juckreiz oder Kopfschmerzen rechnen.

Grundsätzlich gilt: Vor der Einnahme von Mönchspfeffer sollte man mit dem eigenen Frauenarzt sprechen, um zum einen eine bereits bestehende Schwangerschaft oder mögliche andere Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch auszuschließen. Zudem kann dieser Beurteilen, ob die Einnahme des Mönchpfeffers tatsächlich einen positiven Einfluss auf den Kinderwunsch haben kann oder möglicherweise eher kontraproduktiv wirkt.

 


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