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Mit NFP (natürlicher Familienplanung) zum Kind

 

Frauen, die die Signale ihres Körpers aufmerksam beobachten, steigern damit die Chancen einer Schwangerschaft deutlich. Ein geeignetes Regelwerk für die Zyklusbeobachtung finden Frauen mit Kinderwunsch dabei in der natürlichen Familienplanung (NFP) vor.

Die 3 größten Vorteile der Methode

  1. NFP hilft Frauen dabei, den Tag des Eisprungs auf wenige Tage einzugrenzen. Hiervon profitieren insbesondere Damen mit einem unregelmäßigen Zyklus, der häufig nach dem Absetzen einer hormonellen Verhütung vorkommt. Auch ein Ausbleiben des Eisprungs ist ablesbar.
  2. Wenn man weiß, wann der Eisprung in etwa war, kann man auch den Geburtstermin wesentlich leichter bestimmen. Für die Berechnung verwendet man am besten einen Geburtsterminrechner. Die Methode, nach der der Termin für die Entbindung anhand des ersten Tages der letzten Regelblutung ermittelt wird, ist oft nicht annähernd so genau, weil er von einem 28-tägigen Zyklus ausgeht.
  3. Sollte es mit der Erfüllung des Kinderwunsches nicht klappen, so kann der behandelnde Frauenarzt dank der Zyklusbeobachtungen der Patientin schneller diagnostizieren, woran das liegen könnte.

Die Grundlagen: So funktioniert die natürliche Familienplanung

Bei der natürlichen Familienplanung, die man auch symptothermale Methode nennt, werden zwei verschiedene Merkmale der Zyklusbeobachtung miteinander kombiniert. Überprüft wird dabei in jedem Fall die Basaltemperatur, welche zur Auswertung entweder mit einer Beobachtung des Zervixschleims oder des Gebärmutterhalses vereint wird. Vor allem ungeübten Frauen fällt dabei Ersteres wesentlich leichter.

Die Messung der Basaltemperatur erfolgt direkt nach dem Aufwachen vor dem Aufstehen, wobei Anwenderinnen oral, vaginal oder rektal messen können. Wichtig ist, dass innerhalb eines Zyklus stets am gleichen Ort gemessen wird, da die Temperaturen je nach Messort abweichend sind. Weiterhin ist die Verwendung eines Thermometers mit zwei Nachkommastellen dringend angeraten – bei der Zyklusbeobachtung können kleinste Differenzen entscheidend sein. Die Ergebnisse der jeweiligen Messungen werden in ein Zyklusblatt eingetragen, wobei die Messpunkte miteinander verbunden werden. An der Kurve kann man dann erkennen, dass die Temperatur plötzlich merklich um etwa 0,2 bis 0,6 Grad Celsius steigt. Üblicherweise liegt der Eisprung ein bis zwei Tage vor dem Temperaturanstieg oder am Tag des Anstiegs selbst, bei einigen Frauen erfolgt er jedoch auch einen Tag danach. Was Anwenderinnen wissen sollten, ist, dass es bestimmte Faktoren gibt, die die Temperatur stören können. Hierzu zählen etwa nächtliches Schwitzen, Alkoholgenuss am Vorabend oder ein kurzer Schlaf. Störfaktoren wie sie sind ebenfalls im Zyklusblatt zu vermerken.

Die Beobachtung des Zervixschleims ergänzt die Temperaturmessung, weil auch sie bei der Eingrenzung der fruchtbaren Tage hilft. Wenn der Eisprung näher rückt, nimmt nämlich auch die Menge des Zervixschleims in der Scheide zu. Zudem verändert sich die Beschaffenheit des Schleims. Zu Beginn des Zyklus ist er kaum vorhanden, später wird er zuerst trüb, cremig und klebrig und dann klar und fadenziehend. An diesen fruchtbarsten Tagen erinnert die Konsistenz des Zervixschleims an rohes Eiweiß. Ist der Eisprung erfolgt, so nimmt die Schleimmenge wieder ab und die Qualität verschlechtert sich.

Tatsächlich ist das Regelwerk der natürlichen Familienplanung noch wesentlich umfassender. Frauen, die schwanger werden wollen oder einfach die Zeichen ihres Körpers besser kennenlernen möchten, empfehlen wir die Lektüre dieses Schnellkurses der Uni Düsseldorf.


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