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Au Pair als Kinderbetreuung
– flexibel und persönlich

Kind oder Karriere? Viele Mütter haben den Wunsch, sobald wie möglich wieder in das Berufsleben eintauchen zu können und fühlen sich mit dieser Frage vor eine unmögliche Wahl gestellt. Es scheint mit kleinem Kind schier unmöglich mit beiden Beinen im Berufsleben zu bleiben und nur eine kleine Pause einzulegen. Denn, besonders Frauen in hohen Positionen, mit Selbstständigkeit oder einem Job, der ein hohes Maß an Flexibilität erfordert, können es sich eigentlich nicht leisten für lange Zeit der Arbeit fern zu bleiben. Heutzutage ist man zudem auf jegliche finanzielle Unterstützung angewiesen und nicht selten können es sich Familien heute gar nicht mehr leisten, sich auf ein Einkommen zu verlassen. Tatsächlich gibt es unter den verschiedenen Möglichkeiten ein kleines Baby zu betreuen auch eine sehr persönliche Möglichkeit mit enger Bindung zur Betreuungsperson.

Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich mit Baby?

Tatsächlich gibt es für Kinder, inbesondere nach dem ersten Lebensjahr, zahlreiche Möglichkeiten das Baby betreuen zu lassen. Befasst man sich einmal ausführlich mit den diversen Angeboten, so bekommt man relativ schnell eine Übersicht darüber, was in der eigenen Umgebung tatsächlich möglich ist. Meist gibt es die Alternative für einzelne Tage oder Abende einen Babysitter zu engagieren, oder das Kind regelmäßig in die Hände einer Tagesmutter zu geben. Auch Kindertagesstätten betreuen gerne die Kleinen ab einem Jahr. Wer sich weiter informiert, stößt sicherlich auch bald auf den Begriff „Au Pair“. Bei genauerem Hinsehen könnte auch diese Möglichkeit eine gute Betreuungsmöglichkeit sein. Nämlich insbesondere dann, wenn der eigene Beruf sich nicht an die regulären Öffnungs- und Schließzeiten hält bzw. dann, wenn man besonders kleine Babys in dem Kind vertraute Hände geben möchte, die die Aufmerksamkeit alleine auf diesen einzigen kleinen Menschen haben.

Was ist ein Au Pair?

Ein Au Pair ist im Allgemeinen eigentlich eine Haushaltshilfe, die sich vor allem aber eben auch um die Kinder der Familie kümmert. Bevorzugt werden junge Frauen, die diesem Job häufig im Ausland nachgehen um sprachliche Fertigkeiten zu verbessern oder einfach Land und Leute kennen zu lernen. Au Pairs wohnen bei ihrer Gastfamilie und erhalten für ihren Dienst kostenlose Verpflegung, Unterkunft und ein Taschengeld.

Vorteile eines Au Pairs gegenüber anderen Betreuungsmöglichkeiten

Der entscheidende Vorteil eines Au Pairs im Vergleich zu Babysittern, Tagesmüttern oder gar Kitas liegt darin, dass das Au Pair für längere Zeit in der neuen Familie bleibt und so eine ganz besonders enge Bindung zu den Kindern aufbauen kann. Das Au Pair betreut das Kleinkind nicht nur, indem es ihm das Fläschen hält oder es schaukelt, wenn es schreit. Es kann auch, je nach Wunsch der Eltern, mit ihm Verschiedenes unternehmen: zum Babyschwimmen gehen, Spielplätze besuchen uvm. Die Möglichkeiten sind sehr breitgefächert. Es ist eben nicht nur einfach „eine Erzieherin“, sondern nimmt vielmehr den Stellenwert einer großen Schwester ein. Deswegen kann es sich auch individuell auf die Bedürfnisse des Kleinkindes einstellen.

Zudem ist ein Au Pair in der Regel nicht nur für ein Kind zuständig, d.h., dass durchaus auch ältere Geschwister einbezogen werden und so die Beziehung zwischen Brüdern und Schwestern gestärkt wird.
Ein Au Pair lebt mitten in der Familie. Es kann also mit ihm ganz individuell abgesprochen werden, wann es für das Babysitting zuständig ist. Im Notfall sollte es auch bereit sein, kurzfristiger einzuspringen, wenn man beispielsweise einmal abends ausgeht.

Vorteile eines Au Pairs kurz zusammengefasst

  • enge Bindung zu den Kindern
  • sehr flexible Betreuungszeiten

Was kostet ein Au Pair?

Da ein Au Pair quasi ein bezahltes Mitglied der Familie ist, weil es bis zu 6 Stunden täglich im Haushalt arbeitet (maximal 30 Stunden pro Woche), beläuft sich das Mindestgehalt auf 260 € im Monat in Deutschland. Das erscheint auf den ersten Blick eine Menge Geld zu sein. Beachtet man aber die extrem flexiblen „Arbeitszeiten“ und die zusätzliche Hilfe im Haushalt so ist dieser Mindestlohn in jedem Fall gerechtfertig. Zudem sollten Gastfamilien durchaus auch im Hinterkopf behalten, dass ein Au Pair oftmals auch Beziehungen mit sich bringt, die länger als der Aufenthalt bei der Familie halten und von denen die Kinder eventuell ihr Leben lang profitieren.

Wie findet man eine seriöses Au Pair?

Mit Au Pairs kann man bequem über Organisationen in Kontakt treten, aber auch privat gibt es Möglichkeiten, dies zustande kommen zu lassen.

Der Vorteil einer privaten Suche ist folgender: Während man für das Kennenlernen über eine Organisation einen bestimmten Ablauf bzgl. Auswahl und Kennenlernen folgen muss , kann man sich auf privatem Wege selbst ein zur Familie passendes Au Pair aus dem Bekanntenkreis oder auf Empfehlung suchen und es je nach eigenen Vorstellungen über einen längeren Zeitraum intensiv kennenlernen. Die Möglichkeiten sind hier ganz individuell.
Der Nachteil: Weder als Au Pair noch als Familie ist man rechtlich wirklich abgesichert, es sei denn, man macht einen richtigen Vertrag mit dem neuen Familienmitglied und legt darin sämtliche Konditionen fest. Hier ist allerdings Vorsicht geboten.

Bei wem also gerade der Nachwuchs ins Haus steht, wer sich wieder ins Berufsleben eingliedern möchte oder wer einfach nur ein bisschen Entlastung im Haushalt benötigt, sollte sich gut informieren und letztendlich so entscheiden, dass alles im Sinne für das eigene Kind geschieht. Ein Au Pair ist in jedem Fall ein möglicher Weg, um sowohl den arbeitenden Eltern als auch für das Baby bzw. Kleinkind, durch die vertrauensvolle und flexible Betreuung, einen glücklichen Alltag zu bescheren.


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