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Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft wird man immer wieder angehalten, sich gesund zu ernähren und körperlich auch trotz Schwangerschaft fit zu halten. Gesunde Ernährung heißt jedoch nicht nur, sich abwechslungs- und damit auch möglichst vitamin und mineralstoffreich zu ernähren, sondern auch gewisse Lebensmittel zu meiden. Das bedeutet nicht, Schwangere sollen auf Süßes und Fett verzichten. Vielmehr sind es die eher unsichtbaren Gefahren, die in bestimmten Lebensmitteln lauern. Denn insbesondere rohes Fleisch, ungekochte Eier und Rohkost bergen möglicherweise Bakterien und damit mögliche Erkrankungen, die das Ungeborene enorm schädigen können. Dazu zählt unter anderem die Toxoplasmose.

Was ist Toxoplasmose?

Der Erreger „Toxoplasma gondii“ ist ein Einzeller, der weltweit bei Säugetieren, Vögeln und auch Menschen verbreitet ist. Als häufigsten Überträger neben den Nahrungsmitteln wird von infizierten Katze gesprochen. Denn bei jeglichem Kontakt mit Katzenkot (zum Beispiel beim Reinigen einer Katzentoilette oder bei der Gartenarbeit) besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für den Menschen. Die Katze scheidet nämlich mit dem Kot robuste Frühstadien des Erregers (sogenannte Ooszysten) aus, die nach zwei bis vier Tagen der Reifung infektionsfähig werden. Des Weiteren kann Toxoplasmose durch die Aufnahme von rohem (beispielsweise Tartar, rohem Schinken, Mettwurst, Salami oder Hackfleisch) oder nicht vollständig gegartem Fleisch ( vor allem Schweine-, Schaf- und Geflügelfleisch) entstehen.

Wie erkennt man Toxoplasmose?

Die Toxoplasmose verläuft sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ohne besonders auffällige Symptome. Man geht davon aus, dass ca. 70-80 Prozent der Bevölkerung Kontakt zu dem Erreger „Toxoplasma gondii“ aufnimmt und nach der Infektion gegen die Erkrankung immun wird. Ist man aber bei Eintritt der Schwangerschaft noch nicht immun, so ist eine Ansteckung mit Toxoplasmose für das Baby sehr gefährlich. Wenn werdende Mütter sich nämlich zum ersten Mal während einer Schwangerschaft mit dem Erreger infizieren und dieser in die Gebärmutter gelangt, ist es möglich, dass dadurch schlimmstenfalls eine Fehlgeburt ausgelöst wird oder es zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems oder auch der Augen des ungeborenen Kindes kommt.

Symptome der Toxoplasmose-Ansteckung

Selten (in ungefähr 10% der Fälle) zeigen sich offensichtliche Symptome bei erkrankten Personen. Es kommt dann nämlich zu grippeähnlichen Beschwerden wie beispielsweise Fieber, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und auch Gelenkschmerzen. Gerade im Halsbereich kann es zum Anschwellen der Lymphknoten kommen.

Bei einem geschwächten Immunsystem des Betroffenen, können die Krankheitsanzeichen deutlich schwerwiegender ausfallen: Rückenmark und Gehirn des Patienten werden angegriffen und es entstehen große Entzündungsherde. Dadurch kann es zu folgenden Symptomen kommen: Wesensveränderung, Kopfschmerzen, Fieber, Krampfanfälle, Gleichgewichtsstörung, Lähnungserscheinungen, etc.

Was kann man tun, wenn man erkrankt ist?

Bei einer Infektion einer Schwangeren sollten zum einen Antibiotika eingenommen werden, zum anderen kommt in der Therapie Folinsäure zum Einsatz, um Schäden am Knochenmark zu verhindern. Auch das Neugeborene bekommt diese Medikation direkt nach der Geburt verabreicht.

Toxoplasmose vorbeugen

Das Reinigen des Katzenklos und zu viel Kontakt mit den liebsten Mitbewohnern sollte also soweit möglich vermieden werden.

Auf welche Speisen sollte man also während der Schwangerschaft verzichten? Und was ist bei der Zubereitung zu beachten? Vor allem sollte man auf den Verzehr und die Zubereitung von rohem Fleisch wenn möglich vollständig verzichten. Denn auch während der Verarbeitung von rohem Fleisch besteht die Gefahr einer Ansteckung. Alternative ist das Tragen von Handschuhen und ein anschließendes sehr gründliches Waschen nach der Zubereitung von rohem Fleisch.

 

Generell sollte man als Schwangere aber nicht allzu viel Angst vor dem Erreger der Toxoplasmose haben. Denn, hält man sich an gewisse Vorsichts- und Hygienemaßnahmen ist die Gefahr sich zu infizieren sehr gering. Ist man sogar vor der Schwangerschaft schon immun gegen den Erreger droht keinerlei Gefahr und Mettigel und Co. dürfen hemmungslos verschlungen werden.


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