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Neugeborenenakne

Neugeborenenakne - Baby hat PickelMit Eiter gefüllte Pusteln und Pickel, Knötchen und Mitesser und entzündete Hautareale – eine Akne kann sich mit ganz verschiedenen Symptomen auf der Haut zeigen. Meist sind das Gesicht, die Brust und der Rücken von der Hautirritation betroffen. Akne wird allgemein als ein Problem angesehen, welches Jungen und Mädchen in der Pubertät betrifft. Auch Frauen und Männer im höheren Lebensalter leiden an den lästigen Hauterscheinungen. Akne kann jedoch ebenfalls bereits die kleinsten Erdenbürger betreffen.
In den ersten Lebenswochen kommt es bei vielen Neugeborenen zu akneartigen Hauterscheinungen. Untersuchungen gehen davon aus, dass heute jedes fünfte Baby von der Neugeborenenakne betroffen ist. Bei allen Akneformen spielen Hormone als Auslöser eine wichtige Rolle.

Ursachen der Neugeborenenakne

  • Hormone
    In den neun Monaten der Schwangerschaft wird der Organismus des wachsenden Fötus ständig von den Hormonen im mütterlichen Blut beeinflusst. Nach dem das Baby das Licht der Welt erblickt hat, wird es auch von den Hormonen der Mutter abgenabelt. Das Absinken des Hormonstatus im kindlichen Organismus bewirkt unter anderem Auswirkungen auf die Haut. Es kommt zu einer überschießenden Tätigkeit der Talgdrüsen und damit zur Bildung von Pusteln und Pickelchen im Gesicht des Babys.
  • Hautreizungen durch äußere Einflüsse wie Rauchen
    Kinder von Rauchern sind häufiger von der Neugeborenenakne und anderen Hauterscheinungen betroffen als Babys aus Haushalten, in denen nicht geraucht wird. Es hat sich gezeigt, dass die Haut von Babys durch den Zigarettenqualm stark gereizt wird und ebenfalls mit Pickelchen reagiert und damit die Akne möglicherweise erst auslöst.
  • Genetik
    Kinder, deren Eltern ebenfalls im Säulingsalter oder auch später mit Akne-Problemen zu kämpfen hatten, scheinen eher zur Neugeborenenakne zu tendieren. Daher vermuten Ärzte auch einen Zusammenhang innerhalb familiärer Anlagen.

Viele besorgte Eltern glauben, dass ihr Kind auf die Ernährung mit Hautempfindlichkeiten reagiert. Bei einer diagnostizierten Neugeborenenakne ist jedoch keine Änderung in der Ernährung notwendig. Sobald sich der kindliche Hormonspiegel stabilisiert hat, verschwinden die Effloreszenzen wieder.

So zeigt sich Neugeborenenakne – Symptome / typisches Hautbild

Die Hauterscheinungen bei der Neugeborenenakne zeigen sich in den meisten Fällen im Gesicht des Kindes. Vor allem auf den Wangen sprießen plötzlich kleine Pickel aus der Haut heraus. Besonders häufig sind Jungen von der Neugeborenenakne betroffen. Die Kinder verhalten sich jedoch ganz normal. Es sind keine weiteren Anzeichen von Unwohlsein oder Krankheit an den Babys festzustellen. Die Hauterscheinungen jucken nicht, das Kind kratzt sich bei einer Neugeborenenakne nicht das Gesicht auf. Typisch ist, dass sich die kleinen roten Pusteln mit weißen oder gelblichen Knötchen etwa ab der dritten Lebenswoche des Kindes bilden. Manche Babys kommen bereits mit einer Neugeborenenakne auf die Welt.

Symptome der Neugeborenenakne kurz zusammengefasst:

  • vor allem im Gesicht
  • kleine rote Pusteln mit weißen oder gelblichen Knötchen
  • Auftreten in etwa ab der 3. Woche (auch schon ab Geburt möglich)
  • kein Juckreiz oder sonstiges Unwohlsein zu bemerken

Die Behandlung der Neugeborenenakne

Handelt es sich bei den Pickelchen und Pusteln auf den Wangen des Babys tatsächlich um eine Neugeborenenakne, heilen die Hauterscheinungen in der Regel nach wenigen Wochen oder Monaten von selbst wieder vollständig ab. Dabei bleiben keine Narben zurück. In seltenen Fällen können neben den Wangen auch weitere Hautareale im Gesicht und an Brust und Rücken des Babys betroffen sein. Eine Behandlung der Neugeborenenakne ist nicht notwendig, wenn sie komplikationsfrei verläuft. Es ist jedoch immer sinnvoll, die Hauterscheinungen dem Kinderarzt zu zeigen, damit er die eindeutige Diagnose stellen und Empfehlungen für eventuelle notwendige Maßnahmen geben kann.

Die Eltern oder andere das Kind betreuende Personen sollten darauf achten, dass die Pusteln und Pickel im kindlichen Gesicht niemals aufgekratzt oder ausgedrückt werden. Ansonsten steigt das Risiko einer bakteriellen Infektion, weil sich die Hauterscheinungen in großflächige Entzündungen ausweiten können. Eine wichtige vorbeugende Maßnahme ist, das Gesicht des Kindes immer gut trocken zu halten. Beobachtungen zeigen, dass die Neugeborenenakne sich verstärken kann, wenn die Haut im Gesicht mit dem Speichel des Babys oder ausgespuckter Muttermilch in Berührung kommt.

Wann ist Vorsicht geboten?

Die Neugeborenenakne tritt bereits in den ersten Lebenswochen auf. Kommt es ab dem dritten Lebensmonat zu ähnlichen Hauterscheinungen wie bei der Neugeborenenakne, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine andere Form der Akne handelt: die Säuglingsakne (Acne infantum). Diese Hautkrankheit zeigt sich mit etwas größeren roten Pusteln im Gesicht, die einen gelblichen eitrigen Pfropf haben. Auch von der Säuglingsakne sind hauptsächlich Jungen betroffen. Die Hautirritationen zeigen sich über mehrere Wochen bis Monate. Eine Säuglingsakne kann sehr hartnäckig sein. Außerdem birgt sie eine größere Gefahr von Komplikationen. Die Pusteln und Pickel jucken, das Kind kratzt sich im Gesicht. Dadurch besteht die Gefahr, dass Bakterien in die kleinen Wunden eindringen und sich die Haut entzündet. Je nach Schwere der Entzündungen muss das Kind mit Medikamenten behandelt werden. Dazu gehören vor allem Antibiotika. Durch die Entzündungen bilden sich beim Abheilen der Läsionen häufig Narben.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys, die unter einer Säuglingsakne gelitten haben, ein höheres Risiko haben, auch in der Pubertät eine schwere Form der Akne zu entwickeln. Die Ursache dieser Hauteffloreszenzen wird neben dem Hormonungleichgewicht auch anlagebedingt in den Genen vermutet. An der Säuglingsakne erkranken vor allem Kinder, deren Eltern ebenfalls mit akneähnlichen Hautproblemen zu kämpfen hatten oder haben.


Die Neugeborenenakne ist eine Erscheinung die viele Eltern optisch als störend empfinden. Jedoch sollte dieser Hautirritation am besten keine große Beachtung geschenkt werden. Ausdrücken oder Behandeln der Pickelchen führen eher zur Verschlimmerung der Pickel als zu einer schnelleren Heilung. Wichtig ist die Haut trocken zu halten, ansonsten hilft in diesem Fall tatsächlich nur die Zeit… 

 

Pflege für zarte Babyhaut


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