Skip to main content

Gläschen oder selber kochen?

Als junge Mutter kann es einem oft nicht schnell genug gehen mit den Fortschritten im Leben des Babys. Doch gerade bei dieser Thematik musste ich schnell feststellen, dass ich froh gewesen wäre diese Entscheidung oder Arbeit noch ein paar Monate hinaus zu schieben.

Mit guten 4 Monaten war unsere kleine Maus nach meinem Empfinden bereit für die erste feste Mahlzeit. So stellte sich natürlich schnell die Frage: Gläschen oder selber kochen, d.h. ob es für mein Baby besser ist selber zu kochen oder fertig zubereitete Gläschen aus dem Supermarkt zu kaufen. Dabei muss man ein paar Dinge abwägen.

Bei der Einführung von fester Kost

Vorteile Gläschen:

  • Die Gläschen ab dem 4. Lebensmonat sind klein und lassen sich auf Vorrat kaufen
  • Der Hygienestandard ist durch ständige Kontrollen bei Gläschenkost gewährleistet
  • Keine Arbeit in der Küche
  • Auch Personen denen Kochen nicht liegt können sich um die Mahlzeit kümmern
  • Gerade Fleisch, welches püriert werden muss zu Beginn, ist oft schwieriger zuzubereiten
  • Sie sind im Handumdrehen aufgewärmt
  • Man kann genau sehen, wie viel das Kind gegessen hat

Nachteile Gläschen:

  • Sie sind wesentlich teurer
  • Das Gemüse kommt nicht zwingend aus regionalem Anbau
  • Bei 3 verschiedenen Sorten ist die Auswahl begrenzt
  • Isst der kleine Erdenbürger nur sehr wenig müssen die Reste vernichtet werden
  • Es entsteht wesentlich mehr Altglas

Essen Kinder bereits am Tisch mit, lohnt sich das selber kochen

Vorteile selber kochen:

  • Nun essen die Babys schon größere Mengen. Kocht man sowieso mittags oder abends für die Familie fällt ein kleines Töpfchen mit Gemüse oder Beilagen wie Reis und Nudeln nicht auf.
  • Das Baby erfährt den Geschmack der eigenen Familie und nimmt bereits stark am Familienleben teil. Meist wollen Kinder das selbe essen wie die Großen
  • Die Menge des Essens lässt sich genau auf das Kind zuschneiden. Gekocht wird, was benötigt wird.
  • Keine Konservierungsstoffe

Nachteile selber kochen:

  • Selbst hergestellte Speisen sind nicht so lange haltbar. Ein Gläschen kann auch problemlos zur Reserve in der Wickeltasche liegen
  • Die Kinder essen oft nur was auch der Familie schmeckt und erleben in manchen Fällen kaum neue Geschmäcker
  • Nach wie vor bedeutet Kochen Aufwand
  • Nährstoffe werden oft bei falscher Behandlung vom Gemüse heraus gekocht

Mein eigenes Fazit: Zu Beginn auch mal Gläschen, bei guten Essern selber kochen!

Fazit Gläschen oder selber kochenIch habe beides ausprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass selbst kochen lange für mich keine Option war. Gerade zu Beginn habe ich sehr viel weggeworfen und war dann deprimiert. So viel Mühe, die im Müll landet tut weh. Gerade wenn ich während dem Kochen noch ein weinerliches Baby zu beruhigen hatte, wäre es mir lieber gewesen, ich hätte nur ein Gläschen zu öffnen gehabt. So hat unsere Maus lange Zeit ihre Gläschen bekommen. Da sie auch kein großer Esser war und nach wie vor ist, hat es mir immer in gutes Gefühl gegeben genau überwachen zu können wie viel sie gegessen hat. Durch die vielen Sorten hatte sie stets Abwechslung. Außerdem wusste ich, sie bekommt stets ihre Ration Gemüse und Fleisch, dass sie bei selbst gekochten Mahlzeiten stets verschmäht hat. Sobald sie unpürierte Speisen essen konnte, haben die Gläschen stark nachgelassen. Heute isst sie mit 2 Jahren schon lange am Familientisch mit.

Aber auch heute gibt es ab und zu ein Gläschen. Wenn wir unterwegs sind und die Kleine aber warm essen soll, es schnell gehen muss oder ich selbst nichts für mich koche, bekommt sie guten Gewissens ihre Spaghetti Bolognese aus dem Glas.

Ganz wichtig: Kocht man gut und gerne, finde ich, so sollte man dem Baby den Babybrei selber kochen. So weiß man stets was das Baby zu sich nimmt, ernährt sich selbst gesünder und hat ein reines Gewissen. All das nützt aber nichts, wenn einem das Kochen nicht liegt oder man sich unter Druck gesetzt fühlt. Auch ein Kinderarzt verteufelt keine Gläschen – das heißt für mich genug. Dann lieber eine glückliche Mutter mit viel Zeit für das Kind und ein Gläschen in der Hand, als eine frustrierte Mutter mit dem über eine Stunde mühevoll hergestellten Fenchel-Hirse-Brei über dem Mülleimer 🙂


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *