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Abstillen – so klappt es möglichst schonend

Eltern möchten für ihr Kind nur das Beste. So entscheiden sich nach wie vor die meisten Frauen für das Stillen. Tatsächlich ist das Stillen aus rein gesundheitlicher Sicht in den ersten Lebensmonaten die beste Wahl, wenn es um die Ernährung des Babys geht. Es ist wunderbar, wenn es dann auch noch wie gewünscht klappt. Irgendwann aber kommt der Punkt, wo die Mutter aus den verschiedensten Gründen nicht mehr stillen möchte. Häufig gibt es auch Gründe, die ein vorzeitiges Abstillen notwendig machen. Wie aber geht man am besten vor, um die lieben Kleinen möglichst schonen von Mamas Brust zu entwöhnen?

Wie lange stillen ist ideal?

Meist ist der Einstieg in die Beikost automatisch der erste Schritt zum Abstillen. Die WHO empfiehlt, mit der Beikost wenn möglich nicht vor dem 6. Lebensmonat zu beginnen. Doch wann für jede Mutter persönlich der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ist so individuell wie jedes Baby. So ist es nicht selten, dass viele Mütter sich nach einigen Wochen eingeschränkt oder gar gestresst fühlen und schon in den ersten Lebensmonaten mit dem Abstillen beginnen möchten. Andere wiederum, genießen beim Stillen den Körperkontakt und möchten am liebsten noch über den 6. Monat hinaus stillen. In beiden Fällen gilt: Solange sich Baby und Mutter dabei wohlfühlen, kann bis zu einem halben Jahr voll und dann nach Bedarf, beispielsweise in der Nacht, gestillt werden. Wer vor dem vierten Monat abstillen möchte, kann seinen kleinen Liebling natürlich auch ohne Bedenken mit Pulvermilch ernähren, sollte sich hierbei aber viel Zeit lassen um das Baby langsam an die neue Milch zu gewöhnen.

Abstillen – So kann es gehen

Im Zuge der Beikost

Zwischen dem vierten und sechsten Monat kann schrittweise mit dem Abstillen begonnen werden. Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  • das Baby langsam an feste Nahrung gewöhnen
  • die Still-Mahlzeiten im Abstand von 3 – 4 Wochen durch Brei ersetzen
  • Mittags beginnen – so können eventuelle Nahrungsunverträglichkeiten besser erkannt werden
  • das Baby bestimmt das Tempo – einige sind mit Begeisterung dabei, andere hingegen nehmen Anfangs nur ein oder zwei kleine Löffel

Abstillen in den ersten Lebensmonaten

Wichtig vor dem Abstillen ohne Beikost ist zu prüfen, ob das Baby ein Fläschchen akzeptiert. Denn, wenn das Baby Sauger jeglicher Form und jeden Materials verweigert, kann ein Abstillen für beide zur Tortour werden. Überwiegen allerdings die Gründe, welche für das Abstillen sprechen, so ist es höchstwahrscheinlich eine Frage der Zeit, bis das Baby vor Hunger auch die Flasche akzeptieren wird. Dann sollte man jemanden zur Seite haben, der auch psychologisch eine Stütze ist.

Möchte man vor dem vierten Lebensmonat abstillen, werden die Still-Mahlzeiten nach und nach durch Milchfläschchen ersetzt. In einigen Fällen muss auf das Stillen gänzlich verzichtet werden. Um den Milchfluss zu stoppen, können verschiedene Lebensmittel (wie beispielsweise Pfefferminze) oder Medikamente helfen. Grundsätzlich sagt man, dass auch eine niedrigere Flüssigkeitsaufnahme (weniger trinken) helfen kann, damit nicht mehr so viel Milch produziert wird. Der eigene Frauenarzt oder die Hebamme stehen hier hilfreich zur Seite. Angestaute Milch kann vorsichtig ausgestrichen werden. Sollte die Brust heiß werden und Fieber hinzu kommen, kann es sich um einen Milchstau oder eine Brustentzündung handeln, die unbedingt dem Arzt vorgestellt werden sollte. Quarkwickel können dabei eine erste Linderung verschaffen.

Gründe für ein schnelles Abstillen können sein:

Tipp: Je weniger das Kind an der Brust trinkt, umso mehr Flüssigkeit muss durch ein Fläschchen zugeführt werden. Hierzu eignen sich ungesüßte Tees oder Wasser. dWichtig: Nur abgekochtes Wasser verwenden.


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