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Die Entwicklung im ersten Lebensjahr

Die Entwicklung des eigenen Babys ist etwas unglaublich faszinierendes. Schon mit dem ersten Ultraschallbild sind wir hingerissen von jeder Kleinigkeit und jedem einzelnen Fortschritt. Die heutigen Umstände machen es möglich, dass wir bereits im Mutterleib das Wachstum unseres Babys verfolgen können. Vom Embryo in der Größe eines Gummibärchens, bis hin zu einem Neugeborenen – innerhalb von 9 Monaten geschehen Millionen kleine Entwicklungsschritte. Kaum geboren, können wir uns kaum mehr vorstellen, dass dieser kleinen Erdenbürger einmal in unseren Bauch gepasst hat. Im ersten Lebensjahr entwickelt sich das Baby weiterhin rasend schnell. Zu Beginn noch ein Säugling, der vor allem viel schläft, am Ende des ersten Lebensjahres ein Kleinkind. Jedes Baby entwickelt dabei seine Fähigkeiten völlig individuell. Während manches Baby im ersten Lebensjahr motorisch schnelle Fortschritte macht, sind andere vor allem geistig ihren kleinen Freunden weit voraus. Im Groben entwickeln sich die Babys jedoch meist relativ ähnlich.

Das erste Lebensjahr:

Die ersten vier Monate

Die Reflexe eines Neugeborenen sind zu aller erst einmal auf die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse ausgerichtet. Diese heißen: Schlafen und Essen. Es kann nur rund 20 Zentimeter weit scharf sehen, erkennt dabei jedoch noch  keine Farben. Die Muskeln im Nacken sind schwach und so muss der Kopf in den ersten Lebenswochen von der Mutter abgestützt werden. Im zweiten Monat öffnet es bereits seine kleine Faust und versucht Gegenstände festzuhalten. Es strampelt, kräht und spielt mit seinen Fingern. Das Baby nimmt nun ganz bewusst Geräusche und Bilder wahr. Mama und Papa werden zum liebsten Beobachtungs-Objekt. Schließlich sind insbesondere ihre Geräusche dem Baby vertraut. Die Sichtweite beträgt rund 30 Zentimeter. Beim Stillen kann das Baby also wunderbar die Eigenheiten im Gesicht seiner Mutter beobachten. Es ist oft faszinierend, wie andauernd der Blick eines Babys dabei sein kann. Auch vorgehaltene Gegenstände verfolgt der kleine Schatz aufmerksam mit den Augen. Im dritten Monat wird deutlich, wie schnell das Baby wächst. Es hat im Verhältnis enorm an Größe und an Gewicht zugelegt. Es interessiert sich nun aktiv für seine Umgebung und kann Spielzeug schon für kurze Zeit festhalten. Es kann:

  • in der Bauchlage den Kopf heben und kurz halten
  • es dreht sich vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück
  • erkennt Bezugspersonen und vertraute Gegenstände und drückt darüber seine Freude aus

Im vierten Monat kann sich das Baby auf seine Arme stützen und den Kopf in Bauchlage selbstständig halten. Es versucht Gegenstände nun gezielt zu greifen. Viel Freude hat es besonders mit Spielzeug, welches Laute erzeugt. Nicht immer sind Eltern und Babys deshalb in der Auswahl gleicher Meinung. Die für uns oft nervigen, bunten Plastikspielsachen sind bei Babys hoch im Kurs. Alles wird durch Betasten und den Mund erforscht. Bei dieser oralen Phase ist es deshalb wichtig, besonders gut aufzupassen, welche Gegenstände und Substanzen in Reichweite des Babys sind. Auf bekannte Personen wird das Baby nun mit großer Freude oder Abneigung reagieren. Manche Kleinen beginnen dann regelrecht aufspringen zu wollen und kleine Jauchzer bis schrille Töne erhellen den Raum.

Fünfter bis sechster Monat

Der kleine Schatz wird nun immer mobiler. Er greift nach seinen Zehen. Das Baby hält seinen Kopf jetzt selbstständig und dreht sich blitzschnell vom Bauch auf den Rücken. Es betrachtet seine Umgebung aufmerksam und sucht Kontakt zu seinen Eltern. In den Wachphasen möchte es beschäftigt werden. Babygerechtes Spielzeug fördert die Entwicklung der Feinmotorik. Im fünften bis sechsten Monat kommen auch die ersten Zähnchen. Das mag für die Nahrungsaufnahme ein willkommenes Instrument sein. Die vielen undurchschlafenen Nächte im ersten Lebensjahr, aufgrund gemeiner Zahnbeschwerden machen dafür weniger Freude. Zum Ende des sechsten Monats versucht es sich an hingestreckten Händen hochzuziehen. Es stützt sich auf seine Arme und beugt die Knie. In dieser Position schaukelt es vor und zurück, die ersten Versuche zum Krabbeln.

Siebenter und achter Monat

Babys können jetzt:

  • krabbeln
  • frei sitzen
  • sich an einem Gegenstand hochziehen
  • rollen, robben, rutschen

Wenn es an den Händen gehalten wird, dann beugt es seine Knie und stößt sich ab. Mit diesen Hopsbewegungen trainiert es seine Beinmuskeln. Baby lernen vor allem durch Nachahmung. An den Tätigkeiten der Erwachsenen zeigen Babys deshalb großes Interesse. Es möchte alles ausprobieren. Mit großer Geduld werden Dinge und Sachen, wie ein Fleck auf dem Fußboden, erforscht. Es kann Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger lange Zeit festhalten. Viele Kinder fremdeln in dieser Zeit. Eltern und Fremde werden bewusst getrennt. Es versteht ein „Nein“ und brabbelt fröhlich vor sich hin.

Neunter bis zwölfter Monat

Der kleine Schatz hat sein Geburtsgewicht mittlerweile in etwa verdreifacht und ist mehr als doppelt zu groß wie zur Geburt. Der Drang zu laufen wird immer stärker. Einige Kinder machen ihre ersten Schritte bereits im ersten Lebensjahr, andere erst ein halbes Jahr später. Das Baby kann:

  • in die Hände klatschen
  • winken
  • lässt absichtlich Dinge fallen
  • erkennt Lieder und Reime
  • sträubt sich, wenn es Dinge nicht mag

 

Nach diesen mitreisenden 12 Monaten, dem einmaligen ersten Lebensjahr, ist die eigentliche „Babyphase“ nun (zum Schrecken vieler Eltern) zu Ende. Babys mit einem Jahr werden ab jetzt als Kleinkinder bezeichnet. Auch in den nächsten Lebensmonaten und -jahren muss das Kind noch viel lernen. Eltern können ihre Kinder in fast allen Lebensabschnitten dabei durch gezielte Förderung unterstützen. Auch Geduld und Einfühlungsvermögen ist aber wichtig um das Kind nicht zu überfordern und ihm seine eigene Zeit zur Entwicklung zu geben.

 


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Kommentare

Zähneputzen beim Baby / Zahnpflege 18. Februar 2014 um 13:21

[…] allen Entwicklungphasen eines Babys lernt es vor allem durch Nachahmung. Sicherlich haben viele Eltern schon dabei gesehen, wie die […]

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